Die „KI“ – die Künstliche Intelligenz
Bei allem, was wir schaffen, stellen wir den Menschen an oberste Stelle. Er ist für unser Fühlen und Denken der Höhepunkt der evolutionären Entwicklung, die Krone der Schöpfung. Jeder andere Gedanke ist uns fremd. Doch außer unserer Eigenliebe gibt es nichts, das dafür spricht. Die universelle Energie befindet sich in einer Bewegung, und wir stellen hier auf der Erde nur ein Stadium einer momentanen Situation dar. Es kann sein, dass andere Planeten in ihren evolutionären Entwicklungen viel weiter sind als wir hier auf der Erde. Die Industrielle Revolution und dann der Schritt von den analogen Bezügen zu den technisch-digitalen scheint eine neue Evolutionsphase einzuleiten, und wir müssen uns überlegen, wo wir in dieser Situation bleiben werden. Bisher haben die neuen Evolutionsschritte die vorangegangenen nicht verdrängt. Kennzeichnend für die Menschheit war nach ihrem instinktiven Orientierungsverlust, dass sie sich weiterhin mit Hilfe von sozialen Setzungen organisierte, die erst ihr Zusammenleben ermöglich-ten: Zunächst als Gebote der Götter verinnerlicht, dann aber rationalisiert in philosophi-schen Überlegungen, die sich in einem eigenen Zweig, der Ethik verselbständigten. Heute ist sie es, die uns die Werte, Leitgedanken für unser Verhalten stellt. Unser Problem ist nun, inwieweit diese bei der Entwicklung der neuen Evolutionsschritte berücksichtigt wurden, bzw. berücksichtigt werden müssen. Wir wissen es nicht. Die Entwicklung geht einfach weiter, und welche Auswirkungen sie am Ende haben wird, wissen wir auch nicht. Wir beobachten sie nur in der heutigen Situation und hoffen, dass wir immer die Kontrolle über sie behalten werden. Doch das dürfte sich langfristig nur als eine anthropogene Hoffnung herausstellen. Noch können wir für uns negative Algorithmen zu vermeiden suchen und eine gewisse Kontrolle über die anfallenden Daten behalten, doch dürfte dies bei unserer gesellschaftlichen Vielfalt, der Konkurrenz der KI-Unternehmen und den Hegemonialbestrebungen der Großmächte weitgehend nur oberflächliches Wunschdenken sein. Wir werden die Autonomie der KI-Systeme nicht aufhalten können, bestenfalls nur um einige Jahre bremsen. Alle unsere ethischen Standards sind anthropogen gedacht, und die KI wird eines Tages quantenorientiert ihren Weg gehen. Wir werden es nicht verhindern können.
Die KI stellt zurzeit ein computerbasiertes System dar, das Informationen im Sinne ihrer Programmierung, ihrer algorithmischen Vorgaben zusammenbringt und daraus Schlussfolgerungen zieht. Ihre Besonderheit gegenüber veralteten Systemen ist ihre Fähigkeit, sich neuen Situationen eigenständig anpassen zu können. Damit kann sie auf ihre Umwelt reagieren, selber Ziele definieren, Probleme lösen und Entscheidungen treffen. Indem sie dem Menschen sein Denken und seine Tätigkeiten abnimmt, kann sie ihn zunehmend ersetzen. Wesentlich an ihr ist, dass ihre Denkarchitektur nur wenig dem menschlichen Denken ähnelt und deshalb ihren eigenen Entwicklungsweg gehen wird. Zurzeit fließen in sie noch die Erkenntnisse verschiedener Wissenschaftszweige ein. Besonders die Neuro-Informatik dürfte neben der Quantenphysik ihre Zukunft bestimmen und dann eines Tages den Weg weg vom Menschen eventuell einleiten.
Zurzeit gliedern wir die KI noch in verschiedene Teilgebiete:
- visuelle Intelligenz, dem Erkennen von Formen und Mustern,
- sprachliche Intelligenz, dem Vermögen, einen geschriebenen Text in einen Sprachlichen zu verwandeln und umgekehrt,
- Robotik: Die Übernahme von Tätigkeiten durch Roboter und autonome Systeme (z.B. autonomes Fahren, autonome Waffensysteme),
- Zukunftsaufgaben: Schaffung von künstlichen Leben, Antrainieren von menschenfeindlichem Verhalten (Kriegstechnik). Wirtschaftlich wird sie zunehmend bei Optimierungseinsätzen verwendet.
Ein Nachteil der KI ist ihr gewaltiger Energiebedarf und damit die Befürchtung, dass sich die menschlichen Bemühungen, den Klimawandel zu begrenzen, wegen der eventuell notwendigen weiteren Nutzung fossiler Brennstoffe nicht einhalten lassen.
Darüber hinaus besteht schon seit langem eine Warnung vor den Folgen der KI:
- Hawking, Stephen (2014): Sie kann das Ende der Menschheit einleiten. In jedem Fall wird sie ihn von seiner Arbeitswelt verdrängen.
- Offener Brief von 116 Fachleuten an die UN (2017): Sie schafft eine Revolution in der Kriegsführung und erlaubt Konflikte in einem nie gekannten Ausmaß.
- Harari, Yuval Noah (2024): Sie könne die Menschheit auslöschen, bzw. das erste totale Überwachungssystem der Geschichte schaffen.
- Die großen Tech-Unternehmen stellen für die bestehenden Demokratien eine Bedrohung dar. Unsere gesamte Gesellschaft wird sich verändern. Der bisherige Mensch wird zunehmend durch die KI ersetzt. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet damit (2018), dass in naher Zukunft 70 % der menschlichen Tätigkeiten von Maschinen übernommen werden.
Allgemein definieren wir „Leben“ als eine materielle Naturerscheinung, in der sich Energie, Materie und Informationen in einem ständigen Austausch befinden. Noch besteht eine Hemmschwelle, diese Dreiheit auch auf die zu erwartende KI zu beziehen. Technisch tun wir zwar alles dafür, doch gefühlsmäßig darf sie nicht sein. Unser anthropogenes Selbstwertgefühl erlaubt einen solchen Gedanken nicht und sagt nein.
Genau genommen wissen wir nicht, was die Energie in ihrer Urform eigentlich ist, woher sie am Anfang unseres Universums kam. Eigentlich stellt sie das Universum als Einheit in seinen entelechischen Formen selbst dar. Wir Menschen begreifen wahrscheinlich nur Facetten von ihr, sie nur als eine physikalische Größe, die in allen Bereichen unserer Existenz spürbar ist, in sie hineinreicht. Es gibt kein Dasein ohne die Energie. In unserem Alltag ist sie das, was uns Wärme spendet, für uns Arbeit leistet. Sie ist unveränderlich und steht für das Unveränderliche unserer Naturgesetze. Wir erleben sie in verschie-denen Formen, die ständig ineinander umgewandelt werden. Ihre Bewegungen versuchen wir mathematisch zu erfassen. Auch wir selber stellen letztlich nur ein Energiebündel dar, das seit seiner Geburt mehr oder weniger gezielt aufgebaut wurde. Als Lebewesen geben wir Energie ständig als Kraft und Wärme ab und müssen sie zur Aufrechterhaltung unseres Stoffwechsels ständig ergänzen. Unsere ganze Zivilisation hängt von der Verfügbarkeit von Energie ab. Sie bekam in unserer Kultur einen besonderen Schub durch die Industrialisierung, indem man verstärkt fossile Energie aktivierte, danach beim Erkennen ihrer Begrenztheit auf atomare Energie umstieg, und indem man heute versucht, sie aus der Nutzung von Naturkräften zu gewinnen. Die gesamte Evolution war eine entelechische Umwandlung ihrer Formen, zunächst vom physikalischen Bereich hin zu einem chemischen und dann einem biologischen. Heute stehen wir wahrscheinlich vor der Situation, dass wir die Anfänge einer weiteren, quantenorientierten Stufe erleben, deren Auswirkungen wir zurzeit noch weitgehend bewusstseinsmäßig zu verdrängen versuchen. Über ihre mathematische Rationalisierung gelangte man zur Informatik, darüber dann zur Computertechnologie, zum Algorithmus als Informationsträger und darüber dann zur heutigen KI, deren Anfänge wir gerade zurzeit erleben. Immer handelt es sich dabei um Bewegungen von Energie. Unsere Zivilisationen basieren auf der intensiven Nutzung ihrer Wirkungen durch deren Umwandlungen. Wir gewinnen über sie kaum vorstellbare Kräfte, verwandeln sie für uns in wohlige Wärme. Durch die Nutzung frei werdender Energie können wir chemische Reaktionen nach unseren Wünschen einleiten. Bei all diesen Prozessen ändert sich die jeweils vorhandene Energiemenge nicht. Sie wird immer nur umgewandelt. Das gesamte Universum scheint eine konstante Energieeinheit zu sein, deren kleinste Teilchen (vielleicht die Quanten) sich in einer ständigen Bewegung befinden.
Wir können die Energie einer Materie nur durch die gleiche Menge Antimaterie umwandeln, dabei wissen wir bis heute nicht, was diese eigentlich ist. Hypothetisch handelt es sich um Antiteilchen unserer Atomwelt, die, wenn sie aufeinandertreffen, sich zerstrahlen, sich vollständig gegenseitig in einer Paarbildung wieder in Energie zurückverwandeln. Bei der Entstehung des Universums vermutet man ein gewisses Ungleichgewicht zwischen der Entstehung der Materie und der Antimaterie, so dass es aus dem Materieüberschuss entstehen konnte. Man weiß es nicht. Mit einem Riesenaufwand versuchen Wissenschaftler die Antimaterie in Teilchenbeschleunigern zu erzeugen, um darüber fundamentale Antworten über die Entstehung des Kosmos und das Verständnis der kleinsten Teilchen, die die Welt zusammenhalten, zu bekommen.
Die vielleicht wichtigste Eigenschaft der Energie ist ihre Bewegung. Dabei ist die kinetische Energie diejenige, die sich in der Bewegung eines Körpers befindet. Seine innere Energie besteht aus dessen thermischen Energie, seiner Schwingungs- und Bindungsenergie, die chemische Energie, die bei chemischen Reaktionen frei wird und mit den elektrischen Kräften in den Atomen und Molekülen verbunden ist. Den größten Energieverbrauch haben wir bei der Wärme und dem Verkehr. Die modernen Industriestaaten haben einen gewaltigen Energieverbrauch. Ihre Beschaffung und Sicherung ist politisch eine ihrer Hauptaufgaben.
Die Materie ist unsere stoffliche Welt, ist die Substanz, aus der alle Dinge in der Welt bestehen. Sie bildet eine Masse und besteht aus Atomen, die sich wiederum aus Quarks und Elektronen zusammensetzen. Darüber hinaus verstehen wir sie hypothetisch als eine Energie, die ihre Masse durch die Wechselwirkung ihrer kleinsten Elementarteilchen, den Quarks mit dem Higgs-Feld nach den Quantenregeln erhält. Danach müssen wir Materie als umgewandelte Energie verstehen. Weshalb es sie überhaupt gib, wissen wir nicht. Nach uns noch unbekannten Regeln befinden sich ihre Elementarteilchen, von Gluonen zusammengehaltene Quarks, in einer ständigen Bewegung. Die Materie bildet für uns den sichtbaren Teil des Universums, während sein wahrscheinlich größerer Teil für uns unsichtbar ist. Wir wissen es nicht. Wir vermuten es nur durch die Wahrnehmung der „Dunklen Materie“ und der „Dunklen Energie“ (für uns unsichtbar, nur durch ihre Gravitationswirkung belegt). Für uns ist die Materie dasjenige, das wir messen und berechnen können.
Bereits die Vorsokratiker vermuteten einen Urstoff, aus dem alle Materie hervorgegangen ist. Man hat diese Grundsubstanz aber bis heute nicht gefunden. Hypothetisch vermutet man als letzte fundamentale Elementarteilchen „Präonen“ (Urteilchen, Bausteine von Quarks und Leptonen). Aber bis jetzt kann man sie noch nicht nachweisen.
Eine zusammenhängende Materie bildet Körper, eine kondensierte Materie u.a. feste Körper. Jeder Gegenstand, aber auch jeder Mensch bildet einen solchen, jeweils mit seinen gemeinsamen, aber auch seinen spezifischen, besonderen Eigenschaften, Sozial sprechen wir dann von einem Individuum.
Die gesamte Masse der wahrnehmbaren, „normalen“ Materie schätzt man im Universum auf 1,5 x 105³ kg, verteilt in einem kugelförmigen Gebilde von ca. 46 Lichtjahren. Sie soll auf etwa 10²² – 10²³ Sterne verteilt sein. Den großen Masseanteil soll dabei allerdings die „Dunkle Materie“ bilden, über die man nichts weiß, auf die man aber gesichert aus ihren Gravitationseffekten schließt.
Eine Information ist ein Orientierungsinhalt. Neben der Energie und der Materie ist sie einer der drei Zentralbegriffe unseres Verhaltens und aller Wissenschaften. Über sie erfasse ich die Eigenschaften eines Objekts, eines Zustandes und erhalte einen Orientierungshinweis. Damit stellt sie für uns einen „Wert“ dar, der in uns Reaktionen, bzw. Handlungen auslöst. Damit übt sie in unserem Gehirn einen neuronalen Reiz aus. Wir nehmen ihn über unsere Sinnesorgane auf. Als elektrische oder chemische Energie erreicht sie die dafür programmierten Synapsen, die biologischen Sinne. Dort werden sie je nach unserer sozialen Programmierung gewertet, u.a. auf ihren Wahrheitsgehalt, ihre Vollständigkeit und ihre Aktualität. Unser heutiges Problem dabei ist, dass die Informationen, inzwischen interessengesteuert, uns oft falsche Inhalte vermitteln, und wir das kaum überprüfen können. In der Regel sind sie, bevor sie uns erreichen, durch die Filter mehrerer Netzwerke gegangen. Die Informationen können uns über vier Elemente erreichen: Ihre
- Codierung, d.h. ihre Aufmachung, ihre Erscheinungsform,
- Syntax, d.h. ihre Struktur, ihre verlustfreie Übertragung,
- Semantik, d.h. die Hervorhebung der Bedeutung der einzelnen Informationen,
- Pragmatik, d.h. die Betroffenheit.
Allgemein unterscheidet man mehrere Informationsformen: z.B.
- geisteswissenschaftliche Information: Sie orientiert sich an ihrer Bedeutung für den Informierten.
- naturwissenschaftliche Information: Hier handelt es sich um kausale Schlussfolgerungen über den Zustand von Systemen.
- sozialwissenschaftliche Information: Hier handelt es sich um Ergebnisse von sozialen Erfahrungsprozessen.
- algorithmische Informationen: Sie werden vom Umfang der Komplexität von Zeichenketten bestimmt.
Alle Informationen sind immer an eine Materie gebunden und werden durch elektro-magnetische Wellen übertragen. Sie können spontan entstehen. Quanteninformationen können wahrscheinlich nicht mit Hilfe der klassischen Informationstheorie beschrieben werden. Man vermutet bei ihnen quantenmechanische Systeme. Wahrscheinlich spielen sie beim Zusammenspiel von Zuständen eine Rolle.
Die Informatik ist als Wissenschaft einst aus der Mathematik und der Elektrotechnik hervorgegangen und bildet heute als computerorientierte Ingenieurwissenschaft für deren Entwicklung von Algorithmen, Programmen und Systemen die Grundlagen (sowohl für die Soft- wie auch für die Hardware). Den Anfang bildeten einst die Versuche, mit Hilfe von Maschinen Rechenvorgänge zu erleichtern. U.a. beteiligten sich die Philosophen Blaise Pascal und Gottfried Wilhelm Leibniz daran. Ab 1886 erleichterten Lochkarten die Möglichkeiten und die Mechanik wurde durch elektrische Schaltungen abgelöst. 1941 schuf dann Konrad Zuse mit dem „Z3“ den ersten funktionsfähigen Digitalrechner. Ab 1948 entwickelte IBM seine Computer und wurde bald zum internationalen Marktführer. In wenigen Jahren wurden die bisherigen Großrechner immer kleiner. Durch die Transistor- und Mikroprozessorentechnik wurden sie dann leistungsfähiger und preisgünstiger. Ab 1982 konnte die Firma Commodore den Massenmarkt der Heimanwender beliefern.
Parallel zur Entwicklung des Computers verlief diejenige von Programmiersprachen. Sie wurden teilweise jeweils nur für kurze Zeit verwendet. Die Forschung hat ihre Entwicklung intensiv gefördert. Inzwischen hat die Informatik alle unsere Lebensbereiche erfasst. Es gibt kaum einen, in dem sie nicht zu einer beherrschenden Wissenschaft geworden ist. In der Wirtschaft und der Medizin bildet sie sogar eigene Wissenschafts-zweige. Es gibt seit 1986 sogar eine Forschungsdisziplin zum „künstlichen Leben“, in der u.a. Überlegungen zur synthetischen Biologie, zu autonomen Robotern und virtuellen Gesellschaften angestellt werden. Es gibt heute in unserer Zivilisation kaum einen Bereich, auf den die Computertechnologie keinen Einfluss hat.
Den nächsten Schritt dieser Entwicklung bildet die KI. Statt dem Computer seine Lösungsabsichten vorzugeben, findet er sie nun selber. Die KI „denkt“ (im Rahmen ihrer algorithmischen Programmierung) selber nach und bietet von sich aus ihre Lösungen an. Der Mensch stellt ihr nur noch seine begrenzten Regelsysteme zur Verfügung. Die KI hat dagegen die Möglichkeit, durch ihre Überschreitung der begrenzten neuronalen Netze des Menschen (begrenzt durch ihre Bindung an seine jeweiligen beschränkten Prägungswege in seinem Gehirn) ganz anders die komplexen Muster in unserem Dasein zu erkennen, die in ihren Lösungen über die Antworten einzelner Individuen weit hinausgehen.
Zur Geschichte der Informationstechnologie:
Die Informatik ist ein Ergebnis der menschlichen Fähigkeit zum abstrakten Denken. Als solche ist sie historisch aus jeweiligen philosophisch-mathematischen Denktraditionen gewachsen. In ihr wird das menschliche Handeln so weit abstrahiert, dass es mit Hilfe von binären Zeichen ausgedrückt werden kann. Als digitale Revolution verlief sie in fünf Schritten:
- Aufkommen des Personalcomputers,
- Internetboom,
- Aufstieg der Mobiltechnologie,
- Zeit der sozialen Medien,
- Big Data (sowie aktuelle Phase der KI und der Automatisierung).
Anfänge:
- 2400 v. Chr.: Die Babylonier entwickeln eine einfache Rechentafel, die später von den Persern, Griechen und Römern als Abakus übernommen wurde. Er ermöglichte Operationen mit den Grundrechenarten.
- Pythagoras (um 570 v. Chr. – nach 510 v. Chr.): Alles ist Zahl.
- Aristoteles (384 – 322 v. Chr.): Das Wesen der Dinge sind Zahlen.
- 1675: Leibniz (1646 – 1716) stellte bei seiner Antrittsrede in der Pariser Akademie der Wissenschaften sein binäres Zahlensystem vor. Es hatte schon vorher ähnliche Versuche gegeben. Es sei besonders für den wissenschaftlichen Bereich geeignet.
- 1937: Konrad Zuse (1910 – 1995) entwickelt einen mechanisch arbeitenden Rechner (Z1) und 1941 den ersten programmierbaren Rechner, der mit elektrischen Relais arbeitete (Z3).
Computergenerationen: In ihnen erfolgte der Wandel von Röhren- über Transistor- zu integrierten Schaltkreisen.
Erste Generation (1941 – 1954): Als Schaltelemente dienen Elektronenröhren. Programmiert wird mit Maschinensprachen. Die Rechengeschwindigkeit beträgt etwa 1000 Additionen pro Sekunde.
- 1946: Eniec (Elektronic Numerical Integrator and Computer von der Universität in Pennsylvania), ein für militärische Zwecke gebauter Computer. Er benutzte neben Relais Elektronenröhren (30.000 kg schwer, 7300 Relais, 18.000 Elektronenröhren, 83 m3 Raumbedarf),
- 1949: Neumann, John von (1903 – 1957) gelingt es, in die Computer Programme anzulegen. Damit öffnet er den Weg zum modernen Rechner und seine Nutzung für verschiedene Aufgaben.
Zweite Generation (1954 – 1964): Als Schaltelemente dienen Transistoren und als Speicher Magnetbänder und später Magnetplatten. Die ersten Programmiersprachen entstehen (u.a. Cobol). Die Rechengeschwindigkeit beträgt etwa 10.000 Additionen pro Sekunde.
Dritte Generation (1964 – 1980): Erfindung integrierter Schaltkreise. Neue Betriebssysteme und Programmiersprachen entstehen. Die Rechengeschwindigkeit beträgt etwa 500.000 Additionen pro Sekunde.
- 1969: Das Internet beginnt als militärisches Kommunikationsnetz der USA.
- 1970: Beginn des digitalen Zeitalters. Die Informationstechnologie beginnt alle Lebensbereiche zu durchdringen. Erste kommerzielle EDV-Anlage.
- 1971: Intel bringt den ersten Mikroprozessor auf den Markt.
Erster Taschenrechner (Hewlett Packard, Preis ca. 2000 FR.). - 1974: Erster programmierbarer HP-Taschenrechner,
Erste Geschäfts-Computer mit Bildschirmen für Kleinbetriebe. - 1975: Mit Altair 8800 beginnt die Heimcomputer-Ära.
- 1977: Apple veröffentlicht die ersten gebrauchsfertigen PCs.
Vierte Generation (1980 -1990, Durchbruch): Einsatz von Mikroprozessoren. Eine gewaltige Entwicklung des Computermarktes mit einer großen Zahl an Programmiersprachen und Anwendungsprogrammen setzt ein. Auf einen Chip von wenigen Quadratmillimetern Fläche befinden sich Millionen Transitorfunktionen. Die Rechengeschwindigkeit beträgt etwa 10.000.000 Additionen pro Sekunde.
- 1981: IBM bringt als künftiges Standardmodel seinen Personalcomputer heraus.
- 1984: Apple revolutioniert mit seinem Macintosh die Bedienung der Benutzeroberfläche.
(Damit erobern die PCs die Büros und Privathaushalte. Als Software dienen MS-DOS und später Windows von Microsoft).
Massenmarkt (1990 – 2004): Mit den ersten Smarthphones von IBM (1994) beginnt der Aufstieg der Mobiltechnologie. Schnelle Fortschritte machen sie zu Alltagsgeräten. Sie können abhängig machen.
- 1990: Entwicklung des WWW (World Wide Web) im CERN durch Tim Berners-Lee. Gedacht war zunächst nur an einen weltweiten Informationsaustausch zwischen Wissenschaftlern.
- 1994: Erste Smartphone von IBM mit Touchscreen.
- 2000: 3 G-Netze ermöglichen eine mobile Nutzung von Handys und deren Online-Dienste.
Digitale Plattformen (2004 – 2020): Die digitalen Plattformen bekommen in der Gesellschaft eine zentrale Bedeutung in der Kommunikation, Informationsbeschaffung und Unterhaltung. Sie beeinflussen unseren Alltag und unsere mentale Gesundheit. Datenschutzfragen erlangen eine zunehmende Bedeutung. Die Menschen verbringen täglich mehrere Stunden in digitalen Plattformen (Facebook, Instagram, Tiktok und X (früher Twitter)). Smartphones und mobile Apps bestimmen den Medienkonsum und die Wirtschaft. Als Social Medias sind sie inzwischen zur wichtigsten Nachrichtenquelle geworden, für die Unternehmen besonders in der Werbung. Mit ihrer Intensivierung veränderten sich in unserer Zivilisation alle gesellschaftlichen Beziehungssysteme, angefangen in der Familie, in den verschiedenen sozialen Gruppierungen und im politischen Leben. Fast all unser Wissen in diesen Bereichen beruht auf verinnerlichten interessengesteuerten Medieninformationen. Wir können zwischen „wahr und falsch“ eigentlich nicht mehr unterscheiden.
- 2004: Gründung von Facebook,
- 2006: Gründung von Twitter.
- 2007: Smartphone-Revolution: Schnellere Prozessoren, bessere Displays und Kameras.
- 2010; Instagram ermöglicht den Austausch von Fotos und Tiktok (2017) den von Kurzvideos.
Big Data (aktuelle Phase der KI): Alle wichtigen Entscheidungen fallen über die Nutzung riesiger Datensätze. Deren Merkmale sollen Umfang, Geschwindigkeit, Vielfalt, Wahrhaftigkeit und Wert sein. Die Daten werden erfasst, gespeichert, gefiltert, korrigiert und nach Mustern gewertet, zu Aussagen gebracht. Zurzeit bereits angewandt in der Medizin (z.B. Krebsdiagnose, personalisierten Therapien), im Finanzwesen, Handel, in der Logistik und der Fertigung. Für ihre Verwaltung werden besondere Technologien in der Datenspeicherung, bei den Plattformen, Programmiersprachen und für die Datenanalyse und -visualisierung benötigt. Sie löst Aufgaben in Mikrosekunden für die Computer evtl. Tage benötigen. 2022: OpenAl entwickelt ChatGPT, ein KI-Chatbot, das auf Fragen mit menschenähnlichen Texten antworten kann.
Anfang Dezember 2025 hatten sich bereits etwa 800 Millionen Menschen bei ChatGPT angemeldet gehabt.
- Noch wird in Deutschland die KI nur in 36 % der befragten Unternehmen genutzt. Für viele Start-ups ist es allerdings die Basis ihrer Firmenplanung.
- In einer Untersuchung (2023) von über 1000 Berufsbildern in den USA wurde festgestellt, dass langfristig nur 36 von ihnen nicht von der KI geändert oder ersetzt werden.
- Noch muss man die KI in Hinblick auf ihre Aufgabe klar einstellen. Alle heute noch auftretenden Probleme können (werden) in wenigen Jahren überholt sein.
- Schneller als in der Arbeitswelt wird sich die Nutzung der KI im Privatleben und in der Freizeit durchsetzen (und von der Natur entfernen):
- Dialoge werden durch Chatbots ersetzt,
- Prompts für Einkaufslisten und Reiserouten gespeichert,
- Assistenten für Nutzungsbereiche gebastelt.
- In Deutschland wird der Einsatz durch Datenschutzvorgaben und die Al Act der EU (2024) gebremst.
- Hemmnisse für den Einsatz der KI in deutschen Unternehmen sind:
- fehlendes technisches Know-how (53 %),
- fehlende personelle Ressourcen (51 %),
- Angst, dass Daten in falsche Hände geraten (39 %),
- fehlende finanzielle Ressourcen (36 %),
- fehlende Akzeptanz der Beschäftigten (31 %),
- fehlende notwendige Daten (24 %).
Zurzeit wird die mediale Welt weitgehend von nur einigen wenigen digitalen Monopolen gesteuert. Da sie über ihre Plattformen meinungsbildend sind, bestimmen sie auch zunehmend den sozialen Diskurs der verschiedenen Öffentlichkeiten und damit auch die politische Diskussion in den jeweiligen Demokratien. Früher wurden Umstürze, Kriege mit Waffen ausgetragen, heute bestimmen weitgehend die Medien die gesellschaftlichen Entwicklungen. Fast immer bereiten sie die Umstürze vor. Oppositionsgruppen erhalten von Interessierten für entsprechende Meinungsbildungen dafür Milliardenbeträge. Die eventuell später nachfolgenden militärischen Auseinander-setzungen bilden dann darin nur eine Schlussphase. Unsere relative europäische Selbständigkeit ist so von zwei Seiten bedroht. Einer begrenzten aus dem Osten, aber einer viel bedrohlicheren aus dem Westen, den USA, deren Tech-Unternehmen über ihre Cloud-Provider fast die gesamten europäische n Infrastrukturen kontrollieren können. Fast alle Daten unserer Behörden, Verwaltungen und Unternehmen können von ihnen gesteuert und lahmgelegt werden. Für die USA ist eine europäische Meinungs-freiheit nur eine ihren Interessen entsprechende. Wenn Europa eines Tages seine Souveränität tatsächlich wieder erlangen will, dann muss dies zunächst im digitalen Bereich erfolgen. Zurzeit kann es über die Pflege seiner Nationalismen ständig von außen manipuliert werden. Deshalb muss das wichtigste politische Ziele noch vor der europäischen Vereinigung, seine digitale Souveränität sein, die bereits heute zivilisationsbestimmend ist. Nur so wird Europa als Bundesstaat von der Außenwelt ernst genommen und stellt nur so als Gemeinschaft eine politische Macht dar.
Das vielleicht größte Problem für die Menschheit in der nächsten Zeit durch die KI zeichnet sich durch die kolonialen Interessen der Hegemonialstaaten ab. Zurzeit beherrschen wenige Tech-Konzerne in ihnen zunehmend die nördliche Zivilisation, und eine kleine Gruppe hat über ihre Abhängigkeitsstrategien fast die gesamte Erde unter ihre Kontrolle gebracht. Bei uns sind es der Besitz unserer Daten und die Fähigkeit unsere gesamte Infrastruktur und ganze Wirtschaftszweige auszuschalten. Im Süden der Erde beherrschen sie die Rohstoffausbeutung und deren schlecht bezahlte Arbeitskräfte als Dienstleister. Man spricht von einem digitalen Kolonialismus, einer neuen Form des Kolonialismus, der nur seine Formen der Ausbeutung verändert hat. Die Hegemonialmächte bauen darüber ihre Dominanz aus, für den kleinen Mann zunächst unmerklich und dann mit dem Absinken seiner Existenzbedingungen. Der Menschheit werden so neue Regeln von einer kleinen Personengruppe aufgezwungen, die den Machtinteressen der Hegemonialstaaten entgegenkommen. Es bildet sich sozial in ihnen ein Oben und ein großes Unten mit einer schmalen Mittelschicht. In den USA zeichnet sich dies besonders deutlich ab. Sie sind zwar formal eine Demokratie, aber ihre Wahlen werden mit Hilfe von Milliardenbeträgen im Sinne von im Hintergrund stehender Interessengruppen manipuliert. Man kann davon ausgehen, dass alle unsere Informationen über das Geschehen auf der Erde inzwischen interessengesteuert sind und im Sinne von Netzwerken uns nur manipuliert nahegebracht werden. Die KI hilft dabei besonders den jeweiligen Geheimdiensten. So dürfte dabei der Mossad sehr erfolgreich gewesen sein mit seinen Informationen über den 7. Oktober, um darüber den israelischen Gaza-Krieg zu rechtfertigen. Das Problem jedes Einzelnen von uns ist, dass wir alle diese Informationen nur über eigene in uns über Jahre geschaffene Filter zur Kenntnis nehmen. Wir können gar nicht anders. Die Medien sagen uns, wen wir als böse ansehen sollen, und da der Betreffende sich außerhalb unserer Erfahrungswelt bewegt, müssen wir ihnen glauben.
Unsere Welt ist bereits völlig global vernetzt. Wir leben in der beginnenden Zeit einer digitalen Zukunft und sind bereits heute alle von ihrer Digitalisierung abhängig. Wir wissen nicht, wie unter diesen Bedingungen die Zukunft der Menschheit sein wird. Da alles sehr schnell abläuft, besitzen wir dafür keine brauchbaren Verhaltensregeln, keine Zukunftsethik. Und es ist unwahrscheinlich, dass die drei zurzeit bestehenden Hegemonialmächte (USA, China, Russland) sich auf solche verständigen können. Europa dürfte dabei kaum eine Rolle spielen, da seine inneren Uneinigkeiten nur gefördert werden müssen, um dies zu verhindern. Man muss dafür nur deren jeweiligen nationalen und religiösen Interessen fördern. Gerade Europa besäße dafür aber das geistige Potential. Aber dafür müsste es sich digital und wirtschaftlich unabhängiger von den USA machen und eine eigene KI-Industrie aufbauen. Es gibt dazu keine Alternative. Noch beherrschen die Tech-Konzerne die KI und die Hegemonialstaaten treiben deren Entwicklung weiter voran. Wann sie so weit ist, dass ihre Selbstverbesserungs-mechanismen ihre eigenen Algorithmen bis zur Autonomie optimiert haben und den Energie- und Ressourcenbesitz in ihrem Sinne kontrollieren, wissen wir nicht. Zurzeit stehen wir noch draußen und beobachten nur die sich abzeichnende Entwicklung und unsere eigenen Abhängigkeiten. Unsere Utopien verharren noch romantisch in einer Welt des Gestern, z.B. auf einem kleinräumigen Biohof und nicht in einer digital über Satelliten gesteuerten großflächigen Landwirtschaft, für die z.B. der Artenschutz einer anderen Zeit angehört.
Die Tech-Unternehmen kontrollieren monopolartig die Daten, Onlineplattformen, digitalen Infrastrukturen, Ressourcen und Arbeitskräfte ganzer Staaten. Und wer sich nicht fügt, gegen den schaltet sich der amerikanische Staat mit seiner Wirtschafts- und militärischen Macht ein. Die fünf größten Unternehmen sind Meta, Alphabet, Microsoft, Amazon und Apple. In der nördlichen Erdhälfte beherrschen sie die digitale Welt, in der südlichen die Wirtschaft (besonders in Afrika):
- Meta (Gründer: u.a. Zuckerberg): Muttergesellschaft u.a. von Facebook, Instagram, Whats App, Messenger,
- Alphabet (Gründer: Larry Page, Servey Brin): Gründete Google; Tochtergesellschaften u.a. You Tube; Android als Plattform in Smartphones und Tablets enthalten,
- Microsoft (Gründer: Gates, Allen): Entwickelte u.a. Windows.
- Amazon (Gründer: Jeff Bezos): Besitzt ein Netzwerk von über 100 Tochtergesellschaften,
- Apple (Gründer; Steve Jobs): Tochtergesellschaften u.a. NeXT, LinX und Prime Sense.
Der digitale Kolonialismus vertieft bestehende Ungleichheiten. Statt Länder erobert er jetzt digitale Räume. Ihn interessiert nicht die Naturzerstörung durch seinen Rohstoffbedarf, noch die sozialen Folgen für die betroffenen Menschen. Er ist einzig an seinem Profit und seiner Macht interessiert. Als elektronischer Kolonialismus stellt er zugleich auch ein psychologisches Imperium dar, das die Gedanken und Konsum-gewohnheiten der Menschen steuert. Und jeder in unserer Zivilisation ist abhängig von ihm. Mit Hilfe von Software und Apps werden die Datenflüsse kontrolliert. Das räuberische Verhalten des früheren Kolonialismus wird hier mit abstrakten Vorstel-lungen der digitalen Welt verbunden und als natürliche Ressource verstanden. Wir Nutzer geben ständig Informationen von uns, die als Daten verkauft werden, uns als Konsumenten durchleuchten und uns dann im Sinne ihrer Interessen manipulieren. Von jedem von uns gibt es inzwischen digitale Profile. Über die Summe unserer „Likes“ (aktiver Gefallensbekundungen) und „Follower“ (Nutzer sozialer Medien) fördern wir noch diesen Hintergrund.
Inzwischen spricht man nicht nur von einem digitalen Kolonialismus sondern auch von einem digitalen Neokolonialismus, der den Plattformnutzern den Eindruck für ihre Kontrolle über diese suggeriert. Das ist aber nur eine Täuschung.
Nach Karen Hao (frühere leitende Redakteurin für KI beim Mit Technology Review) stellen die KI-Unternehmen Imperien dar. Nach außen geben sie sich gemeinnützig, im Dienst der Zivilisation tätig zu sein, bemüht Fortschritte für die Menschheit zu schaffen und zu helfen, alle Probleme der Zukunft zu lösen. Tatsächlich seien sie extrem wettbewerbsorientiert, extrem geheimnistuerisch und wollen eine Künstliche Intelligenz schaffen, die alle Fähigkeiten der Menschen in sich vereinigt. Sie
- eignen sich Daten und geistiges Eigentum an,
- beuten Arbeitskräfte aus,
- monopolisieren die Wissensproduktion,
- sind untereinander brutale Konkurrenten.
Als Unternehmen träumen sie von einer synthetischen Herrenfigur. Bei Open AJ soll es sektenartig zwei Orientierungsgruppen geben. Beide wollen zwar die Künstliche Intelligenz AGI, aber die
- Boomer glauben an eine Veränderung zum Positiven, an eine KI-Utopie,
- Doomer befürchten eine negative Entwicklung.
Beide Gruppen glauben, dass eine kleine Gruppe Menschen diese kontrollieren muss und dass sie selber diese Gruppe sein werden.
In den USA versucht man bereits alle Arbeiten zu automatisieren. Selbst dort, wo es nicht sein müsste, passt man sich diesem Trend an. Für die Trump-Regierung sind die KI-Unternehmen Instrumente ihrer nationalen Macht. In Virginia ist ihr großes Zentrum. Probleme stellen ihr gewaltiger Energieverbrauch für die Computer und für die Kühlung der Anlagen dar. Die Größe des neuronalen Netzes erhöhte sich von GPT-2 zu GTP-4 um das Zehntausendfache. Eine Folge davon ist, dass man die Qualität der Daten nicht mehr überprüfen kann.
Vielleicht ist die digitale Souveränität für alle Staaten in ihrer Politik ihre wichtigste Zukunftsaufgabe. Von ihr hängt die Handlungsfähigkeit ihrer Verwaltung und von allen Organisationen ihrer Infrastruktur ab. Nur bei ihrer Souveränität können sie ohne den Einfluss Dritter die Versorgung und Sicherheit ihres Landes gewährleisten. Das bedeutet zunächst, dass Europa digital von den USA und China unabhängiger werden muss. Zurzeit zahlen sie noch Milliarden an die USA für deren Software und Rechenleistung und stärken damit noch deren Vorherrschaft. Fast alle deutschen Unternehmen (keine 9 von 10) könnten überleben, wenn zurzeit die amerikanischen und chinesischen Dienstleistungen fortfallen. Zwar will die EU-Kommission in vielen Datenbereichen die Schutzverordnungen senken, um ihre Anordnungen zu vereinfachen, doch besteht die Aussicht, dass Interessengruppen auch in diesem Fall die bestehende europäische Uneinigkeit für sich zu nutzen wissen. Erst eine digitale Unabhängigkeit schafft eine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Zurzeit wird die Welt von technologischen Rivalitäten und Cyberrisiken beherrscht. Das bedeutet, dass die Unternehmen in Europa ihre Daten und KI-Modelle selber unter ihre Kontrolle bringen müssen, um dadurch ihre Handlungsfähigkeit zu sichern.
Uns Europäern fehlt eine eigene Cloud im Weltformat, eine eigene Social-Media-Plattform, und es beginnt das Zeitalter der künstlichen Intelligenz. Dadurch haben wir die industrielle Zukunft an uns vorbeistreichen lassen, um damit die Möglichkeit neuartige Wertschöpfungen zu schaffen. Wir haben darüber unsere Abhängigkeit von den USA kultiviert. Wenn wir in Europa allerdings wieder eine größere Selbständigkeit erlangen wollen, dann müssen wir uns auch selber an der digitalen Weiterentwicklung beteiligen, denn sie wird in Zukunft unser aller tägliches Leben bestimmen. Noch glauben wir, in sie unsere Wertorientierungen einbringen zu können. Zurzeit wollen die USA die KI-Welt allerdings noch alleine beherrschen, bestenfalls einen begrenzten regulierten Markt für andere Produkte zulassen. Wenn wir allerdings eine wirtschaftliche Zukunft haben wollen, müssen wir in Europa unseren eigenen Weg finden und bestehende Nationalismen und unsere Individualrechte für Interessengruppen nicht als Bremser gegen uns aktivierbar machen lassen.
Das Problem ist nicht, ob die KI kommt. Sie ist schon da. Noch entscheidet der Mensch bei den wesentlichen Prozessen. Die KI zerlegt sie in Einzelschritte, der Mensch trifft (noch) die Entscheidungen. Die Frage ist nicht mehr, ob die KI eingesetzt werden soll, sondern wie? Jeder will sie einsetzen, doch bei der Skalierung scheitern vier von fünf Versuchen. Nur 20 % der Unternehmen schaffen es, sie in ihrer gesamten Organisation einzusetzen und daraus Vorteile zu erzielen. Sie geben sich mit oberflächlichen Anwen-dungen zufrieden und nutzen nicht ihre Möglichkeiten. Ihr Einsatz muss fundamental gedacht werden, niemals nur als Selbstzweck, sondern als eine durchgreifende Herausforderung. Sie ist für die Unternehmen eine völlig neue strategische Neuaus-richtung.
Die wahren Motoren der Moderne sind Mikrochips, kleine Plättchen aus Silizium. Sie stecken heute in fast jedem elektrisch betriebenen Gerät. Wenn heute z.B. China den Nachschub kappt, kommt unsere Wirtschaft ins Straucheln. Kaum ein Wirtschaftszweig ist derart vernetzt und von einander abhängig, wie der der Halbleiter. Es muss deshalb ein wichtiges Anliegen der europäischen Politiker sein, dafür eigene wettbewerbsfähige Kapazitäten zu schaffen. Chips sind zentrale Bauteile. Selbst wenn nur einer fehlt, kann eine ganze Produktionskette zum Erliegen kommen (so benötigen z.B. manche Autos bis zu 3000 Chips, z.B. Audi).
Inzwischen ist die KI zum bestimmenden Alltagshelfer geworden. Als Assistent hilft sie in Zukunft uns in allen Lebenslagen. Wir nennen ihr eine Aufgabe, und sie führt sie aus. Der Internationale Währungsfond (IWF) geht davon aus, dass sie in Zukunft weltweit 40 % aller Arbeiten bestimmen wird (in Deutschland sogar 60 %). Laut dem Weltwirtschaftsforum werden wegen der KI die Unternehmen ihre Belegschaften um 41 % reduzieren. Die Schreibtischarbeitsplätze sollen auf die Hälfte reduziert werden. Die klassischen Bürotätigkeiten wird es in Zukunft nicht mehr geben. Der Wirtschaftsnobelpreisträger Daron Acemoglu glaubt allerdings, dass von der KI nur 5 % der Arbeiten übernommen werden. Die Menschen würden weiter im sozialen Bereich benötigt. Sie seien flexibler und universeller einsetzbar. Die Maschinen würden nie von sich aus ein ungelöstes Problem angehen.
Ein Problem stellen auch die von der KI geschaffenen sozialen Medien dar. Sie wollen ihre Nutzer emotional ansprechen, um dann darüber leichter Ziele erreichen zu können. Der normale Betrachter kann sie kaum von realen Aufnahmen unterscheiden. Man kann über sie Ängste verbreiten, Erwartungen schaffen und politische Fehlinformationen verbreiten, um für seine Interessen und Handlungen ein gewisses Verständnis zu schaffen. Man kann davon ausgehen, dass fast alle Filme von Kriegsparteien z.B. Fälschungen sind, besonders dann, wenn sie keine Journalisten zu den Kriegsstätten zulassen. Tiktok geht davon aus, dass von den im November auf ihrer Plattform publizierten Videos 1,3 Milliarden KI-geschaffen waren. Die großen Tech-Konzerne überbieten sich gegenseitig im Wettkampf, wer von ihnen KI-Videos herausbringt, die jeweils das höchste Niveau in der Imitation des Menschen repräsentieren. Unsere heutige Zivilisation wird bereits weitgehen von der digitalen Welt bestimmt, einer Welt, die es erst seit wenigen Jahren gibt. Und die Entwicklung nimmt mit einer rasenden Geschwindigkeit zu. Sie beherrscht uns heute bereits weitgehend und wird uns in wenigen Jahren völlig vereinnahmen.
Wenn man die KI abwerten will, sagt man ihr nach, dass sie im Gegensatz zum Menschen kein Bewusstsein besitzt. Das stimmt zweifellos. Die KI ist nichts anderes als eine rationale Antwort mit Hilfe gesteuerter Algorithmen. Doch was ist das Bewusst-sein? Niemand kann darauf eine befriedigende Antwort geben. Letztlich ist es wie die Setzungen Gott oder Seele nur eine solche für eine Orientierung in einem hypothetisch angenommenen Bereich. Es beschreibt letztlich nur ein für einen Moment kurzfristig entstandenes Bild, eine jeweils bestimmte Synapsenkombination in unserem Gehirn. Wahrscheinlich ist es entstanden aus der Summe durch unsere Prägung entstandener fester neuronaler Ankerpunkte in unserem Gehirn und einem emotionalen Bezugsschwall seinen verschiedenen Orientierungspunkten gegenüber. Der rationale Teil würde dann den Algorithmen entsprechen und der emotionale in seiner Offenheit kein Überlegungsaspekt sein. Die KI folgt allein ihren digitalen Gesetzen. Bereichert um Quantenaspekte wird sie einsam einem uns unbekannten universalen Gesetz folgen. Wir Menschen dürfen dem Geschehen dann nur noch zusehen. Die dritte Stufe des Evolutionsgeschehens, das Biologische wird dann wahrscheinlich allein nur noch für viele Bereiche in der Zukunft bestimmend sein, während es ihren historischen Menschen dann vielleicht nicht mehr gibt, weil er sich selbstoptimierend als Zwischen-glied zu einer vierten Stufe von ihr entfernt hat.
Ähnlich dem Gehirn arbeitet die KI mit neuronalen Netzen. Im Gehirn werden Informationen mit Hilfe elektrischer und chemischer Signale, d.h. als Impulse und Botenstoffe (Transmitter) über Nervenzellen und deren Verbindungen (Synapsen) zusammengebracht, während bei der KI Daten geordnet, gewichtet und Probleme danach gelöst werden. Es gibt KI-Algorithmen für die
- Prozessoptimierung (eine optimale Prozessteuerung),
- Mustererkennung (über eine Datenfülle das Erkennen von Fehlern),
- Bilderkennung (z.B. in der medizinischen Diagnostik, für das autonome Fahren),
- Spracherkennung (z.B. als Sprachassistenten, Übersetzungssysteme).
In Zukunft dürfte die KI weitgehend unsere Zivilisation bestimmen. Ihre „Körper“ dürften selber lernen und die Entwicklungen weiter vorantreiben. Sie werden zwar selber auch Fehler machen können, doch im Laufe der Zeit immer weniger. Noch glauben wir Menschen, ihnen durch den Besitz unseres Bewusstseins und der Befähigung zu Gefühlen überlegen zu sein. Doch unser Bewusstsein ist rational gesehen nur ein Transmitter- und Synapsenzustand in einem bestimmten Augenblick und unsere Kreativität liegt nur in der Offenheit der Zusammensetzung unserer Gene, den eingefahrenen Synapsenbahnen in unserem Gehirn und der jeweils momentanen Offenheit für den Transmitterfluss (dem „fruchtbaren Moment“). Unsere menschliche Überlegenheit gegenüber einer zukünftigen quantenorientierten Welt ist nur ein Ergebnis unseres Wunschdenkens, eine anthropogene Illusion. Früher glaubten wir, die Krone, das Endziel der Schöpfung zu sein, heute glauben wir immer noch, dass wir auch allen zukünftigen Entwicklungen überlegen sein werden. Und vielleicht ist auch das nur eine Illusion.
Genau genommen wissen wir nicht, was die Quanten eigentlich sind: Kleinste Teilchen, die zugleich auch Welleneigenschaften haben (Doppelnatur),
- Objekte (?), in denen sich gleichzeitig mehrere Zustände überlagern(Superposition).
- mehrere verbundene Quantenobjekte können nur als ein gemeinsames System beschrieben werden, selbst wenn sie räumlich getrennt sind (Verschränkung).
- als Bose-Einstein-Kondensat (BEK) können sie ihre individuellen Eigenschaften in einem vierten Aggregatzustand verlieren und den Zustand einer einzigen Wellenfunktion annehmen.
Das Problem ihres Verstehens zeigt sich, indem sich zurzeit die Quantenmechanik nicht mit der Relativitätstheorie zu einer Weltformel vereinen lässt. Andererseits bildet die Quantenmechanik bereits heute die physikalische Grundlage für viele technische Entwicklungen, die Beschreibungsgrundlage für viele wissenschaftliche Phänomene und ist der Forschungsimpuls für den Quantencomputer, die Quantenchemie und die Verschlüsselungstechnologien. Einerseits ist sie bereits ein Teil unseres Alltags geworden, andererseits verstehen wir sie in ihren Phänomenen nicht und ordnen sie mit ihren Naturgesetzen und Eigenschaften noch jenseits der subatomaren Systeme ein. Das Verständnis der Menschen bezieht sich weitgehend nur auf das der beobachtbaren mechanischen Kräfte. Darüber hinaus leben wir in einer Welt hypothetischer Setzungen, rational über mathematische Formeln begründbar, aber letztlich in einer Welt nicht verstandener erfolgreicher Entwicklungen. Ihr Endziel dürfte als Arbeit von tausenden Ingenieuren der Quantencomputer werden. Klassische Informationen werden hier mit Hilfe von Photonen über Quantennetzwerke übertragen. Das Problem für deren Entwickler ist die Dekohärenz, bei der das Quantensystem durch seine Wechselwirkung mit seiner Umgebung seine quantenmechanischen Eigenschaften verliert.
Inzwischen vermutet man, dass es im Quantenbereich Gesetze gibt, die auch viele Vorgänge des Biologischen, d.h. auch uns beeinflussen, vielleicht sogar steuern. Vermutet wird dies z.B.
- bei verschiedenen Vorgängen in unserem Gehirn (seine tatsächlichen Beziehungssysteme verstehen wir trotz einem gewaltigen Forschungsaufwand bis heute noch nicht).
- bei Mutationen. Sie sind das Treibelement der Evolution.
- beim Vogelflug: Man glaubt, dass es evtl. quantengesteuerte Elemente sind, die selbst Jungvögel dazu bringen, ohne eine Erfahrung tausende Kilometer entfernte Winterquartiere gezielt anzufliegen.
Täglich erreichen uns Nachrichten über die Fortschritte der KI, ohne dass wir uns näher mit ihnen befassen. Sie sind in der Regel zu weit von unserem Alltag entfernt, ihre Bezugssysteme zu abstrakt und komplex. Da wir sie in ihrer Tragweite sowieso kaum verstehen, beachten wir sie kaum. Aber sie künden die Zukunft unserer Kinder, spätestens die unserer Enkel an. Solche Nachrichten sind:
- Das Wort des Jahre 2025 ist „KI-Ära“, weil die Künstliche Intelligenz in allen Lebensbereichen eine Rolle spielt.
- Die KI wird alles verändern, besonders die Arbeitswelt. Sie ist eine Technologie der Automatisierung, die menschliche Arbeitskraft ersetzen wird. Es wird in Zukunft keine Führungskräfte ohne KI-Kenntnisse geben.
- Die KI erfordert neue Kompetenzen der Menschen. Das bestehende Bildungssystem mit seinen heutigen Ausbildungsprogrammen kann sie nicht leisten. In Zukunft wird den Quereinsteigern eine größere Bedeutung
- Die KI wird die menschliche Arbeit erleichtern. Sie wird weniger gesundheitsschädlich, anstrengend, monoton sein. Allerdings erfordert sie nach der beruflichen Erstqualifikation in allen Bevölkerungsgruppen ein lebenslanges Lernen, da sie als Technologie ständig weiterentwickelt werden und neue Herausforderungen stellen wird.
- Die KI erlaubt die schnelle Nutzung neuer Technologien und bietet Informationen für den Markt.
- Mit Hilfe der KI lassen sich komplexe, bisher nicht beobachtbare Systeme untersuchen. Sie sollen bisher nicht mögliche Basistechnologien erlauben, u.a. im Bereich der Biotechnologien und den Menschen damit endgültig zum Schöpfer einer neuen Welt machen. Schon heute gibt es für die Quantenphysik eine eigene Sprache und die Quantenmechanik findet bereits heute erfolgreich ihre Anwendung in der Lasertechnologie, Weltraumkommunikation oder bei den Atomuhren.
- Lästige Arbeiten werden zunehmend von Robotern übernommen. Unsere zivilisierte Welt wird zunehmend automatisiert. Es ist ein alter Traum des Menschen, Kunstgeschöpfe nach seinem Ebenbild zu schaffen. Und heute ist man bereits so weit, Roboter für die unangenehmen Arbeiten im Haushalt kaufen zu können. Noch werden sie weitgehend von Menschen gesteuert, doch die KI wird sie in naher Zukunft auch hier ersetzen. KI-gesteuerte Geräte bestimmen heute bereits immer mehr unsere Umwelt. Auf den Straßen gibt es schon selbstfahrende Autos, in manchen Städten sogar Bordelle mit willigen Silikonpuppen, und fantasiereiche KI-Planer träumen bereits von „Roboter-Armeen“ (z.B. Musk).
- Man rechnet damit, dass es bis 2030 in China und in den USA bereits eine Million Mensch-Maschinen geben wird, dass sie bereits 2028 Aufgaben in Logistik und Produktion übernehmen können und dass sie 2035 im Haushalt, der Alten- und Krankenpflege eingesetzt werden können. In Deutschland zögert man dagegen (im Automobilsektor planen sie nur 30 von 76 Unternehmen ein).
- Die KI wird die Arbeit der Historiker revolutionieren. Sie kann Informationen recherchieren, bewerten und aufarbeiten. Man geht davon aus, dass dies für 91 % ihrer Arbeit zutrifft (US-Arbeitsministerium).
- In der Grundlagenforschung kann die KI neue Materialien mit speziellen Eigenschaften entdecken.
- In Zukunft wird sie eine wichtige Rolle bei den wissenschaftlichen Durchbrüchen spielen.
- Die KI der Zukunft wird Versuche vorschlagen, die an den menschlichen Intuitionen völlig vorbeigehen. Es wird oft schwer werden, sie auf eine menschliche Verständnisebene zu bringen (Mario Krenn, Quantenphysiker).
- Selbst Fachwissenschaftler verstehen die Lösungen der eigenen KI nicht (Krenn).
- Das Ziel von Anthropic ist es. Einen künstlichen Wissenschaftler zu schaffen (Krenn).
- Ich glaube, dass ich den ersten selbständigen künstlichen Wissenschaftler noch erleben werde (Krenn).
- Die KI macht in der Biologie und Medizin in 5 bis 10 Jahren Fortschritte möglich, die man sonst erst in 50 bis 100 Jahren erreicht hätte (Dario Amodei).
- Mit ihrer Hilfe lassen sich komplexe, bisher nicht beobachtbare Systeme untersuchen. Sie sollen bisher nicht mögliche Basistechnologien erlauben (u.a. im Bereich der Biotechnologien) und damit den Menschen endgültig zum Schöpfer einer neuen Welt machen. Schon heute gibt es für die Quantenphysik eine eigene Sprache, und die Quantenmechanik findet bereits heute erfolgreich ihre Anwendung in der Lasertechnologie, Weltraumkommunikation oder den Atomuhren.
- Die KI wird eines Tages das ganze Wissen der Menschheit besitzen, und darüber hinaus in kosmische Quantenwelten vorstoßen, vielleicht darüber sogar neuen, uns unbekannten universellen Gesetzen folgen.
- Das Start-up Periodic Labs will mit Hilfe der KI neuartige Materialien herstellen.
- Alpha Fold kann das Aussehen, die Struktur von Proteinen vorhersagen. Sie sind die Bausteine des Lebens.
- Eine Zukunftsorientierung entsteht nicht durch eine Subvention überholter Geschäftsmodelle.
- Schon heute beeinflusst uns die Computertechnologie täglich. Wir benutzen sie als Informanten, Kaufberater, bei unserem Konsum, im Zahlungsverkehr, in der Kommunikation, im Gesundheitswesen und im Verkehr. Der Mensch in unserer Zivilisation ist von seiner Natur her nur ein Glied in komplexen Systemen. Er versucht sie selber rational über eine Summe kausaler Beziehungen zu begreifen, was ihm nur begrenzt gelingt. Noch steht hinter jedem KI-System die Weltanschauung seiner Schöpfer. Algorithmen sind nie neutral. Sie spiegeln menschliche Werte. Deshalb ist es bedeutsam, welche Werte es sind. Aber wir stehen vor einer Welt, in der sich die KI selber erneuern wird und voraussichtlich weit über die menschlichen Grenzen hinausgehen kann. Dies wird eine völlig neue, andere Welt sein.
- Die KI gilt für die Energiewende als Schlüsseltechnologie. Dabei gehört sie selber zu den größten Stromverbrauchern. Aktuell (2025) beträgt die Gesamtleistung aller deutscher Rechenzentren 2980 Megawatt. Bis 2030 soll sie auf 5040 Megawatt steigen (die USA besitzen bereits heute die zehnfache Rechenkapazität).
- Der KI-Ausbau ist in erster Linie ein Energieausbau. Bis 2030 werden in den USA 15 – 20 % des Energiebedarfs von KI-Datencentren beansprucht (Tuan Huynh). Meta benötigt mehr Strom als ganz New Orleans. Google will für seine KI-Modelle allein drei Atomkraftwerke bauen.
- Die Investitionen der großen IT-Unternehmen in der KI betragen in den nächsten Jahren zwischen 5 – 8 Billionen Euro (Tuan Huynh).
- Google will für 5,5 Mrd. Euro bei Frankfurt ein Rechenzentrum errichten.
- Die Digitalwirtschaft erfordert große Rechenzentren. Deutschland hinkt bei deren Entwicklung bis 2030 um 60 Mrd. Euro hinterher. Es fehlt darüber hinaus eine leistungsfähige digitale Infrastruktur und die Möglichkeiten, KI-Anwendungen in die bereits bestehenden IT-Strukturen zu integrieren. Schwierigkeiten bereiten auch die langwierigen Genehmigungsverfahren, der Fachkräftemangel und die Flächen- und Stromknappheit.
- In Lübbenau (Spreewald) will die Schwarz-Gruppe 11 Mrd. Euro investieren, um dort mit bis zu 100.000 Hochleistungschips KI-Modelle zu trainieren. (Die Server-Abwärme wird bis zu 75.000 Haushalte mit Fernwärme versorgen).
- Wir wissen nicht, welche psychischen und geistigen Auswirkungen die digitaleWelt auf die Entwicklung unserer Kinder haben wird. Mit Sicherheit erfahren ihre Sinne keine naturnahen Anregungen und ihre Gehirne werden völlig artfremd geprägt. Bereits bei Ein- und Zweijährigen wird deren Welt heute zunehmend von Handys und dem Fernsehen bestimmt.Selbst Spielzeug ist bereits oft kI-gesteuert. Es gibt Puppen und Hunde (Preis 1500 Dollar, sie müssen nicht ausgeführt werden) zum Kuscheln und Streicheln, die auf ihre Besitzer „liebevoll“ eingehen. Einst geschaffen für Einsame und Demente (weltweit 800 Mio.) versprechen sie ein großes Geschäft zu werden.
- Die Hälfte der 12- bis 17-jährigen konsumiert laut repräsentativer Umfrage über das Internet bereits Pornos. Davon bereits die Hälfte, bevor sie 14 Jahre alt sind. Das bedeutet, dass darüber ihre Sexualvorstellungen, ihre Gehirn- und Hormonentwicklungen beeinflusst werden. Das gewonnene Wissen spielt in ihrem Gedankenaustausch eine Rolle, intime Inhalte werden verschickt und die Jugendlichen zu pornografischen Handlungen überredet. Die Kinder benutzen in dieser Verbindung die Pornos oft gegen Langeweile und gegen ihre Einsamkeit.
- Es besteht der Eindruck, dass ein sehr früher Medienkonsum der Kinder diese in der Folgezeit psychisch schädigt.
- In Australien zeigt sich das ganze Dilemma von Altersbeschränkungen bei denSocial Media. Der Wille ist zwar da, doch deren Nutzung den unter 16-jährigen zu verbieten, lässt sich das technisch und praktisch nicht umsetzen. Die jeweiligen Algorithmen sind auf bestimmte Konsumbeschränkungen nichteingestellt.
- Wir erleben zurzeit einen Übergang vom Neoliberalismus zu einem digitalen Kolonialismus. Die KI wird in den Industrienationen zur Schlüsselindustrie. Die bestehende soziale Ungleichheit zerstört zunehmend die bisherige geregelte Ordnung (1 % der Menschheit besitzen 95 % der menschlichen Besitzungen (Oxfam). Die großen IT-Unternehmen suchen die Nähe zum Staat.
- Unsere Informationen erfolgen zunehmend über interessengesteuerte soziale Netzwerke. Wir benötigen in einer Demokratie deshalb als Gegengewicht einen unabhängigen Journalismus. Doch welcher Journalist kann heute noch unabhängig von Interessengruppen Informationen weitergeben. Versucht er es, dann dürfte er sich schnell auf einem Abstellgleis wiederfinden. Das wiederum bedeutet, dass unsere liberale Demokratie vielleicht nur noch ein gestriges Ideal ist und wir nur Parteien, Politiker wählen, die medial über ihre Netzwerke unsere Gehirne beherrschen.
- Google soll laut EU bei den Suchergebnissen die Internetseiten von bestimmten Medien und Verlagen benachteiligen (widerspricht dem EU-Recht).
- Die USA werfen der EU im Interesse ihrer Unternehmen vor, dass sie die Meinungsfreiheit im Netz behindert.
- Unser Wissen ist zunehmend KI-beeinflusst. Auf Suchanfragen antwortet diese zunächst oft mit ihren Suchergebnissen. Auf welchen Hintergründen sie entstanden sind, ist oft urheberrechtlich umstritten.
- Open AJ ist heute eine halbe Billion Dollar wert (und hat dafür in seine Modelle das Wissen aller Bücher dieser Welt integriert).
- Die KI-Welt stößt weltweit auf sehr verschiedene Entwicklungsbedingungen. Die USA setzen auf Selbstregulierung, China auf staatliche Anweisungen und Europa versucht, sie rechtlich zu regeln. Dabei schwächt es die europäische Wettbewerbssituation.
- Der bestehende Datenschutz wird in Deutschland oft als eine KI-Bremse empfunden (72 % der befragten Unternehmen durch den Digitalverband Bitkom). Als entscheidende Zukunftstechnologie benötige die KI Daten. 97 % der befragten Unternehmen beklagen den bürokratischen Aufwand für die Vielzahl der komplexen Vorschriften und fordern Reformen.
- Die EU Al Claud bringt die KI-Modelle in eine geschützte europäische Umgebung (SAP).
- Indien will auf jedem Smartphone als Grundbestandteil ein Programm installiert lassen, das einen Zugriff auf Kamera und Telefondaten erlaubt und sich nicht abschalten oder löschen lässt. Darüber will man einerseits die Nutzer schützen und gestohlene Geräte verfolgen können, hat aber zugleich auch die Möglichkeit, jeden Besitzer total zu kontrollieren.
- Die virtuelle Kommunikation ist eine Kommunikation ohne die Wahrnehmung eines sichtbaren Zuhörers. Sie folgt anderen Regeln als ein direktes Gespräch.
- Zur medialen Welt gehört auch eine „Dunkle Technologie“, die „Dark Tech“.
- Inzwischen ist das Internet auch ein Tätigkeitsbereich für Kriminelle geworden. Die dadurch entstehenden Schäden sind gewaltig (2025 alleine in Deutschland wahrscheinlich 289,2 Mrd. Euro). Die Cyberschäden entstehen durch Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage. Man schützt sich dagegen durch Notfallpläne bei Störfällen und speziellen Schutzmaßnahmen. Besonders die Anbieter von kritischen Infrastrukturen und Betriebe sollten ihre Sicherheitskonzepte jährlich auf Datensicherheit. Backup, Hackerresistenz und Sicherheitsmonitoring überprüfen. Gerne wird dafür das Darknet benutzt. Es werden legitime Geschäftsabläufe imitiert, Vertrauen aufgebaut, Schwachstellen und interne Strukturen erkundet, um dann die Schadprogramme einzuschleusen und die Ausgespähten zu erpressen. Besonders gefürchtet sind bereits künftige Quantencomputer, die wahrscheinlich alle heute bestehenden Verschlüsselungen knacken können. Cyberkriminelle stehlen dafür heute bereits sensible Daten, um sie dann später für deren Entschlüsselung und Erpressung zu nutzen.
- In der Sicherheitskette der KI-Anwendung ist der Mensch das schwächste Glied. Zudem können Hacker über Cyberangriffe relativ leicht Menschen täuschen. So ist auch ein großer Teil unserer Alltagsinformationen interessengesteuert. Man stellt mit Hilfe der KI brutalste Bilder her und rechtfertigt dann vor der Weltöffentlichkeit sein mörderisches Vorgehen gegenüber einem Interessengegner.
- Die Cyberkriminalität hat eine eigene kriminelle Welt geschaffen. So können sich heute Sadisten viel besser entfalten als in früheren Zeiten. Menschen können darüber gemobbt, zu Selbstverletzungen oder gar zu einem Suizid getrieben werden.
- Das Bundesamt für Cybersicherheit warnt vor russischen Hackern, vor der Künstlichen Intelligenz und vor der IT-Abhängigkeit von den USA.
- Zurzeit erfolgt die globale Kommunikation auf der Erde über Erdkabel oder Elon Musks Starlink und kann deshalb durch Sabotage oder staatliche Eingriffe weltweit relativ leicht lahmgelegt werden (u.a. durch die Zerstörung der wichtigen Unterseekabel).
Die KI-Zukunft wird wahrscheinlich die größte radikale Umwälzung in der Geschichte der Menschheit sein. Niemand weiß, wie die nächste unmittelbare Zukunft dabei aussehen wird. Die KI-Entwicklung bewegt sich in einer atemberaubenden Geschwindigkeit. Die Kosten dafür bewegen sich allerdings auch in astronomischen Größen. Geboten werden Rechenleistung und darüber Macht und globale Einflüsse. Man sollte dafür in Deutschland bei weniger Regularien und Bürokratie nur mehr Mut aufbringen. Nur wenn man veränderungsbereit ist, schafft man den Anschluss an den Rest der Welt. Was uns allerdings allen fehlt, ist eine weltweite Ethik dafür. Doch niemand weiß, wie eine solche aussehen könnte. KI-gesteuert sind u.a. heute bereits:
- „Chat GPT“ von Open Al entwickelt: Versteht die menschliche Sprache und beantwortet Fragen; übersetzt in mehrere Sprachen und hilft bei der Erstellung von Texten. Besonders für interaktive Anwendungen geeignet.
- „Claude Al“ von Anthropic entwickelt: Analysiert komplexe, datenintensive Texte.
- „Google Germini“: Hilft Pläne zu verwirklichen (Dateien verwalten, Aktionen planen, Wege finden, Hotels suchen).
- „Microsoft Copilot“: Hilft bei der Erledigung von Arbeiten (z.B. Verwaltungs- arbeiten, geschäftliche Vorgänge).
Die humanoiden Maschinen werden nur der Anfang einer künftigen Welt sein. Noch orientiert man sich dabei konservativ an anthropogenen Vorbildern, an Kopien menschlicher Physiognomie. Zunächst werden sich die Menschen für bestimmte Aufgaben optimieren, dann aber die Roboter sich ganz auf ihre Aufgaben beziehen. Noch werden Roboter gebaut, die mit Menschen interagieren, aber bereits auf mehrere KI-Systeme Zugriff haben. Ihre Käufer füttern sie für den gewünschten Einsatz mit ihrem Datenmaterial. In der Entwicklung oder im Einsatz sind bereits u.a.
- „Ameca“ von Engineered Arts (Großbritannien) mit menschlichem Gesicht in verschiedenen Persönlichkeitsprofilen. Er beherrscht mehr als 50 Sprachen und soll in Zukunft besonders in Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden (Kosten: 30.000 – 300-000 Dollar).
- „Apoll“ von Apptronik: Für den Einsatz im Haushalt und der Altenpflege vorgesehen,
- „Atlas“ von Boston Dynamics: Aktuell der beweglichste Roboter,
- „Cyberone“ von Liaomi (China): Für vielseitigem Einsatz geplant.
- „Digit“ von Agility Robotics: Einsatz in der Lagerverwaltung,
- „Helix“ von Figure: In der Entwicklung,
- „Neo Gamma“ von 1X: Sammelt seine Daten mit Kameras und Sensoren, wird ferngesteuert,
- „Optimus“ von Tesla: In der Entwicklung,
- „R 1“ von Robbyant (China): Er soll in Haushalten tätig werden.
Unser Denken ist einseitig anthropogen, ein vom Menschen geschaffenes und auf ihn ausgerichtetes konstruktives Orientierungssystem. Darüber gewinnt er seine Besonderheit gegenüber der restlichen Natur. Entstanden ist es aus zwei besonderen Phänomenen:
- Zunächst über seinen graduellen Instinktverlust und damit seinem Zwang, sich mit Hilfe von Setzungen zu orientieren. Als Sozialwesen gibt er sie während seiner Prägungsphase an seine Nachkommen weiter. In der Summe entsteht daraus seine Kultur.
- Dann kommt eine gewisse Offenheit seiner Synapsenkontakte in seinem Gehirn hinzu. Während der Prägungsphase sind deren Wege weitgehend festgelegt worden, und je nach der hormonellen Ausrichtung werden die verschiedenen Hirnareale davon angesprochen und darüber dann in ihm Gefühle und Gedanken geweckt. Über deren Zusammenspiel wissen wir noch wenig, und das gibt uns die Möglichkeit, uns Menschen biologisch als etwas Besonderes zu sehen. Wir sind es nicht. Wir sind auch nur eine Gruppe von Zellen, die ihren spezifischen Funktionen nachgehen und in uns positive und negative Verhaltensweisen auslösen.
Zurzeit versuchen wir noch, unsere Besonderheit gegenüber der KI herauszustellen. Sie sei nur das Ergebnis eines mechanischen Konstrukts, das zuvor von Menschen mit Logarithmen und Daten programmiert worden sei. Selbst wenn sie auf das gesamte Wissen der Menschheit zurückgreifen könne, seien ihre Antworten nur die eines Computers, eines Maschinensystems. Ihr würde das menschlich Wesentliche fehlen, ein innerer Kompass und ein soziales Empfinden. Doch beides sind materialistisch gesehen auch nur ein Zusammenspiel von Hormonen, Synapsen und Prägungen. Das Herausheben des Menschen aus der Natur und seine Proklamierung zu einer Besonderheit sind nur eine eigenständige Setzung und besitzen nur das gleiche Gewicht wie seine sonstigen Unbekannten, sei es Gott, sei es seine Seele, sein Bewusstsein oder seine noch nicht verstandenen biologischen Abläufe in seinem Körper, bzw. in seinem Gehirn. Im Computer handelt es sich um bekannte Daten und Logarithmen, in seinem Körper dagegen um uns noch unbekannte hormonelle und synaptische Entwicklungen. Sie sind vergleichbar und keine Besonderheiten. Alle anderen Zuschreibungen sind nur anthropogene, verinnerlichte Setzungen, Wunschvor-stellungen und nur ideologische Inhalte, auf die wir für unsere jeweilige persönliche Existenz zurückgreifen und die uns helfen, unsere sonstigen Setzungsgebäude aufrecht zu erhalten.
Der heutige (moderne) Mensch in unserer Zivilisation ist nicht mehr der Naturmensch, wie er in seiner Evolution sich einst entwickelt hat:
- Er ist nicht mit seiner ständigen Nahrungsbeschaffung beschäftigt, sondern stärkt zunehmend seine Muskeln nur noch in Fitnesszentren (bereits jeder Fünfte der 15- bis 65-jährigen, für die Jüngeren eine Selbstverständlichkeit).
- Sein Bewegungszwang ist weitgehend verloren gegangen. Er bestimmte früher weitgehend seinen Stoffwechsel und die Funktion seiner körperlichen Organe.
- Seinen Sinnen begegnet heute eine völlig fremde Reizwelt.
- Seine Arbeitswelt ist eine völlig andere geworden. Er erlebt deren Endergebnis kaum noch. Irgendwie lebt er in einem abstrakten Nebel.
- Seine Freizeit verbringt er weitgehend vor seinem Handy oder einem
- Sein Gemeinschaftsverhalten ist ein völlig anderes geworden. Der einzelne Mensch wird zunehmend von seiner Einsamkeit beherrscht.
- Seine Sexualität ist eine völlig andere geworden. Früher war die Fortpflanzung die Hauptfunktion eines biologischen Daseins. Heute ist sie durch Setzungen in unserer Gesellschaft kulturell weitgehend pervertiert und besteht nur noch als erotisches Spiel.
Gut kennzeichnend für ihn ist sein Sylvesterverhalten, wenn er sinnlos mit seinen Feuerwerken allein in Deutschland Hunderte Millionen in die Luft jagt, für Stunden die Tierwelt in Panik bringt, die Umwelt verpestet und wegblickt, wenn zigtausende Menschen hinter seinen Grenzen vor Hunger sterben, die er mit dem vielen Geld hätte retten können (mit den weltweiten Milliarden für die Knallkörper wären es Millionen Menschen gewesen). Allein das Gewinnstreben einiger weniger und der Hedonismus der Massen sind dafür verantwortlich. Die Natur, die Umwelt, das Leid vieler gibt es hier für die Empathielosen nicht. Dafür demonstrieren sie aber mit bestem Gewissen am nächsten Tag für die Reinhaltung der Luft, den Artenschutz und gegen das viele Leid in der Menschheit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine dominierende KI ein solches Verhalten der Menschheit nicht mehr zulassen würde. Insofern kann man ihr vielleicht auch positiv entgegensehen.
Begriffe der digitalen Welt
- Account: Benutzerkonto; Ausweis in der Internetnutzung (Benutzername und persönliches Passwort).
- AI: A für artificial = künstlich, I = Intelligenz,
- Algorithmen: Eine eindeutige Handlungsanweisung zur Lösung eines Problems. Sie bestehen aus vielen Einzelschritten
- Alpha-Fold: Kann Proteine entschüsseln,
- AI-Slop: Maschinell erstellte Informationen, von der KI erzeugter Medieninhalt,
- Android: Offenes Betriebssystem für mobile Geräte (z.B. Smartphones).
- App (Applikation): Computerprogramm für mobile Geräte mit speziellen Funktionen,
- Arten der KI:
- ANI (Artificial narrow intelligence): Schwache Künstliche Intelligenz,
- AGI (Artificial general intelligence): Künstliche allgemeine Intelligenz; der Versuch, geistige menschliche Fähigkeiten zu erreichen. ChatGPT wird hierher bereits zugeordnet (beschränkt sich aber nur auf einige Themenbereiche des Schreibens).
- ASI (Artifical Superintelligence): Superintelligenz; eine hypothetische Intelligenz, die die Menschheit in allen Leistungsbereichen übertrifft, da sie sich ständig selbst verbessern kann, mit ihr isteine Leistungsexplosion verbunden. Sie hätte ein eigenes Bewusstsein und eine eigene Evolution.
- Augmented Reality (AR): Vereinigung realer Inhalte mit der realen Welt,
- Backup: Sicherheitskopie von Daten
- Betriebssystem: Besteht aus mehreren Programmen (z.B. Windows).
- Bitkom: Verband deutscher Computer- und Internetfirmen,
- Bot: Kurzform für Roboter; Programme, die selbständig automatisierte Aufgaben ausführen können,
- Botnet: Netzwerk von infizierten Computer, die von Cyberkriminellen gesteuert werden können,
- Botpress: eine fortschrittliche Chatbot-Plattform
- Browser: Zeigt Internetprogramme an (z.B. Firefox), Hilfe, das Internet zu durchsuchen.
- Chatbot: Ein technisches Dialogsystem, das die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ermöglicht; versteht die menschliche Sprache und geht darauf ein.
- CHATCHa: Modernes Sicherheitssystem mit Hilfe verzerrter Symbole.
- ChatGPT: Ein von Open Al entwickelter Chatbot, der über eine gewisse Datenmenge verfügt und sprachlich kommunizieren, Fragen beantworten und Texte erstellen kann,
- Chatten: Informationsaustausch über ein soziales Netzwerk.
- Claude: Eine Reihe von Sprachmodellen.
- Client: Rechner, der mit einem Server kommuniziert und dort Leistungen abruft.
- Cloud: Netzwerk von Servern, stellt Speicherplatz, Rechenleistung oder Software über entfernte Rechenzentren bereit.
- Cookie: Gespeicherte Dateien; Textdatei zur Verwaltung von Informationen (wird zur personalisierten Werbung missbraucht),
- Crawler: Computerprogramm, das Webseiten durchsucht und analysiert,
- Cyber: Alles was mit dem Internet zu tun hat,
- Cyberkriminalität: Computerbezogene Verbrechen,
- Cybersicherheit: Schutz von Computersytemen vor digitalen Angriffen, unbefugtem Zugriff und Beschädigung.
- Cyberspace: Virtuelle Welt,
- Darknet: Verborgener Teil des Internets, der nicht über Suchmaschinen erreichbar ist und dessen Zugang spezielle Programme erfordert. Es wird für eine anonyme Kommunikation benutzt, bietet gegen Bezahlung Dienstleistungen an und wird gerne in der Cyberkriminalität benutzt. Sichert weitgehende Anonymität.
- Daten: Computergerechte Informationen,
- DDoS-Attacken (Distributed-Denial-of-Service): Lahmlegen eines Servers durch eine Überflutung von Anfragen.
- Digitale Souveränität: Unabhängigkeit von den amerikanischen Tech-Konzernen (= Kontrolle über die eigenen Daten).
- Digital Twin: Digitale Kopie eines physischen Tatbestandes, um es zu analysieren und optimieren,
- Display: Bildschirm,
- Domain: Adresse einer Webside,
- Facebook: Plattform für soziale Verbindungen, Austausch von Fotos und Videos.
- Firefox: Webbrowser von Mozilla,
- Firewall: Digitales Sicherheitssystem.
- Follower: Nutzer sozialer Medien.
- Gamification: Anwendung spieltypischer Elemente in spielfremden Bereichen,
- Gaming: Digitale Spiele auf Computer oder Consolen (kann zur Sucht werden),
- GPU (=“ Graphic processing units“): Dienen dem Training von KI-Modellen,
- Hardware: Anfassbare Teile des Computers.
- Homepage: Startseite einer Webside,
- Instagam: Soziales Netzwerk (durch Werbung finanziert). Nutzer können hier ihre Fotos und Videos bereitstellen. Nutzung ab 13 Jahren erlaubt.
- IIoT (Industrial Internet of Things): Weg zur digitalen Vernetzung (Automatisierung),
- IT = Informationstechnologie: Elektronische Datenverarbeitung, Speicherung und Übertragung von Informationen; ihre Hardware, Software, Netzwerke und Kommunikation.
- KI-Agent: Verbindet KI-Modelle mit Daten, kann sie testen und überwachen.
- KI-Gigafactorys: Industrieanlagen, die Batterien für Elektrofahrzeuge herstellen,
- Likes: aktive Gefallensbekundungen.
- Link: Eine Verbindung zu einer Internetseite.
- Malware: Schädliche Software (z.B. Viren und Trojaner),
- Man-in-the-Middle-Angriffe: Einschleusung zwischen zwei kommunizierenden Parteien,
- ML (Machine Learning): KI, Lernen des Computers aus Daten, ohne für die Aufgaben programmiert zu sein,
- Messenger-App: Digitale Kommunikationsform, die Sender und Empfänger über Plattformen verbindet,
- Meta: Plattform; Muttergesellschaft von Facebook, Instagram, Whatsapp (abgeleitet von Metaversum, eintauchen in eine vernetzte Zukunft).
- Monitoring: Systematische Erfassung von Daten.
- Phishing: Versuche, den Zugang zu internen Netzwerken zu erhalten.
- Ping: Zeit, in der ein Datenpaket hin- und hergeschickt werden kann (z.B. beim Gaming),
- Plattform: Einheitliche Grundlage für Computerprogramme,
- Plattform X: Soziales Netzwerk (früher Twitter); ermöglicht die Weitergabe kurzer Nachrichten und die Vernetzung mit anderen. Enthält ein kostenpflichtiges Abo mit zusätzlichen Funktionen.
- Potcast: Serie von Dateien, die abonniert werden können,
- Predictivi Maintenance (PdM): Vorausschauende Instandhaltung und Wartung industrieller Anlagen, um Ausfälle zu verhindern.
- Provider: Firmen, die einen Zugang zum Internet anbieten (z.B. 1 x 1, Vodafone, Deutsche Telekom).
- Ransomware: Schadprogramme, die Systeme oder Daten verschlüsseln und erst gegen Lösegeld freigeben.
- Ressource: Mittel zur Erreichung eines Zieles oder der Bewältigung einer Aufgabe,
- Router: Gerät für eine Verbindung zum Internet.
- Scaling: Anpassung an einen IT-Bedarf,
- Server: Leistungsstarker Computer (oder Programm), der Daten und Dienste für andere Geräte bereitstellen kann.
- Skalieren: Leistungen für eine statistische Auswertung erbringen,
- Software: Alle nichtphysikalischen Teile eines Computers,
- Source code: Ein für Menschen in einer lesbaren Programmiersprache geschriebener Text.
- Soziales Netzwerk: Dient dem Informationsaustausch zwischen Nutzern (z.B. Facebook. Whatsapp, Instagam, Plattform X).
- Spam: Unerwünschte E-Mail.
- Store: Plattform, von der aus man Anwendungen zentral verteilen, verwalten und bereitstellen kann.
- Tablet: Schreibtafel,
- Tiktok: Zugang zu Millionen Kurzvideos.
- Tool (Werkzeug): Hilfsmittel zur Lösung bestimmter Aufgaben,
- Transformation: Grundlegende Umgestaltung (z.B. durch digitale Technologien),
- Trojaner: Programm, das auf einem infizierten Computer andere schädliche Programme einschleust.
- USB-Stick: Kleines Speichergerät,
- URL (Uniform Ressource Locator): Eindeutige Adresse einer Webseite,
- Virus: Schadprogramm,
- Webseite: Einzelne Seite innerhalb einer Webside,
- Webside: Gesamtheit der Onlinepräsenz eines Unternehmens,
- Whatsapp: Internetnutzung mit vielen ausgewählten Beteiligten,
- WWW (World Wide Web): Weltweites Internetnetz,