Lose Gedanken
Was Ist eigentlich ein Mensch? Genau genommen wissen wir es nicht. In unserem Bewusstsein ist er ein Ergebnis durch die Brille unserer Setzungen in unseren jeweiligen Kulturen gesehen. Wir folgen dabei im Westen in unserem Selbstverständnis weitgehend anthropogen unserem Gehirn und denken nicht daran, dass dieses bereits seit Urbeginn nur ein Teil von symbiotischen Lebensgemeinschaften ist, die existentiell auch heute noch unser Dasein völlig bestimmen. Wir wissen allerdings nur wenig über diese Hintergründe und beginnen nur langsam über Beobachtungen ihre Existenz und ihre Einflüsse auf uns zu erahnen, bzw. ansatzweise zu erforschen. Wir können davon ausgehen,
- dass dieser unser Urhintergrund nicht nur weitgehend unser Fühlen und Denken beeinflusst, sondern wahrscheinlich sogar bestimmt, dass er unsere gesamte physische und psychische Befindlichkeit beherrscht,
- dass er wahrscheinlich für alle hormonell beeinflussten Stoffwechselkrankheiten (z.B. die meisten Krebskrankheiten) verantwortlich ist,
- wahrscheinlich für fast alle psychischen Erkrankungen (z.B. für die große Zunahme der Depressionserkrankungen). Je weiter wir unseren Organismus von der Natur entfernen, für die er sich in seiner Evolution entwickelt hat, umso stärker dürften darauf auch sein mikrobieller Urhintergrund reagieren.
Wir wissen über diese Einflüsse so gut wie gar nichts. Wir wissen nur, dass sie da sind.
Bereits kurz nach der Entstehung des Lebens entstanden unsere heutigen Zellen durch eine Vereinigung aerober Bakterien (aus denen unsere heutigen Mitochondrien hervorgegangen sind) mit Vorläufern der Eukaryoten (Organismen mit einem Zellkern). Als Zellorganellen haben die Mitochondrien auch heute noch ihre eigene Erbsubstanz, ihre eigenen genetischen Informationen (u.a. mtDNA), die nur von unseren Müttern an uns weitergegeben werden. Sie üben in unseren Zellen verschiedene Funktionen aus, besonders in der Atmungskette. Sie gelten als ihre Kraftquellen, die wir über unsere Bewegungen aktivieren müssen. Man findet sie deshalb besonders in Körperteilen mit einem hohen Energieverbrauch (z.B. im Herzmuskel zu 36 % seines Volumens). Die Mitochondrien sollen in Beziehung zum menschlichen Alterungsprozess stehen (u.a. durch eine Abnahme der Aktivität der Proteine in der Atmungskette) und evtl. an der Auslösung der Parkinson-Krankheit beteiligt sein. Insgesamt sollen sie für die Fehlfunktionen bei etwa 50 Krankheiten verantwortlich sein.
Wie abhängig unsere Existenz von der Mikrowelt ist, beweist in uns auch unser Mikrobiom, die Gesamtheit der Mikroorganismen in und auf unserem Körper. Ohne seine Existenz sind wir nicht lebensfähig. Es besiedelt bekanntlich unseren Darm, die Hautoberflächen, den Nasenrachenraum, die Lunge und die Geschlechtsorgane. Wo es sich außerdem noch unerkannt befindet, wissen wir nicht, vermutet wird aber u.a. evtl. im Gehirnbereich. Man hat dort Eiweißmoleküle gefunden, weiß aber noch nicht, wie sie dort hingekommen sind.
Ein Mensch soll aus etwa 30 Billionen Zellen und etwa 39 Billionen Mikroorganismen bestehen. (Es werden auch andere höhere Zahlen genannt, u.a. dass die Zahl der Mikroorganismen das Zehnfache der Körperzellen ausmacht. So u.a. von der ECARF (Europäisches Zentrum für Allergieforschung), 100 Billionen Bakterien und 10 Billionen Zellen). Genau weiß man es anscheinend nicht. Vermutet werden u.a. allein 500 – 1000 verschiedene Bakterienarten. Bekannt ist, dass sie verschiedene Körperprozesse steuern, bzw. beeinflussen, u.a.
- unser Immunsystem, indem sie Krankheitserreger bekämpfen, bzw. verdrängen,
- unseren Stoffwechsel (z.B. wo sie im Darm für die Synthese von Vitamin B1und B2 zuständig sind),
- dass sie unser Hormonsystem steuern und damit weitgehend unser Fühlen, Denken und Handeln.
- Unsere psychischen Erkrankungen sind wahrscheinlich weitgehend ein Ergebnis ihres fehlenden Gleichgewichts.
- Wahrscheinlich beeinflussen sie außerdem u.a. unsere Allergien (ca. 50 % der deutschen Bevölkerung ist davon betroffen), Depressionen, den Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Diabetes und Parkinson.
Das Mikrobiom eines Menschen setzt sich aus einer Vielzahl von Bakterien, Viren, Archaeen, Pilzen und Parasiten zusammen. Der Mensch befindet sich mit ihnen in einem ständigen symbiotischen Stoffwechselprozess. Sie beeinflussen sich gegenseitig und agieren mit dem menschlichen Körper. Bei jedem Menschen sind sie einzigartig und besitzen dort eine extrem hohe Diversität (Vielfalt). Ihre Zusammensetzung ist abhängig vom Alter, der Ernährung und dem Lebensstil. Schädigend wirken auf sie ein
- einseitige, fett- und zuckerreiche Ernährung,
- mangelnde Bewegung,
- Tabak und Alkohol als Gifte,
- Stress und Ängste,
- viele Medikamente.
Es sind die Ernährungs- und Verhaltensweisen, die in jeder Verhaltensanweisung für eine bessere Gesundheit und ein längeres Leben stehen. Neben dem Zustand seines Mikrobioms befindet sich auch der zellulare Körper des Menschen in einer ständigen Bewegung. Viele seiner Körperteile befinden sich in einem Dialog mit seinem Mikrobiom und damit auch darüber in einem ständigen Erneuerungsprozess.
In den östlichen Kulturen war und ist man sensibler für diese Hintergründe und Zusammenhänge. Ihre andere medizinische Zugangsweise zum Menschen spricht dafür. Sowohl die chinesische wie auch die indische Medizin gehen von einer ganzheitlichen Wahrnehmung ihrer Patienten aus, während die westliche die Krankheiten verstärkt von ihren monokausalen Zusammenhängen her betrachtet. Ihre Zugangsweise zum Menschen ist die eines Naturwissenschaftlers. Jede Krankheit wird für sich gesehen. Man unterscheidet klar zwischen einer Gesundheit und einem Krankheitszustand (während die östliche Medizin eine Gesundheit als einen ausgeglichenen Daseinszustand des Körpers und seiner Kleinlebewelt sieht und eine Krankheit als einen unausgeglichenen. Sie sieht den Menschen als eine ganzheitliche Einheit. Sie hat zwar auch nie etwas von der Existenz einer symbiotischen Mikrowelt gewusst, sie aber durch ihr anderes methodisches Vorgehen indirekt immer in ihre Überlegungen integriert.
Vieles spricht dafür, dass auch das Biom bei der Wirkung von Placebos auf einen ganzheitlichen Hintergrund bei der Gesundung eines Menschen eine Rolle spielt. Auch Scheinmedikamente führen hier zu biologischen Veränderungen. Verantwortlich für deren Wirkung werden psychosoziale Mechanismen gemacht, unbekannte Stoffwechselvorgänge. Die Mikrowelt der Erkrankten kann dabei eine Rolle spielen.
Vielleicht ist auch „Long Covid“ eine durch virale Einflüsse entstandene anthropogene Erkrankung. Noch weiß man nicht wie sie tatsächlich entsteht und welche Folgen sie außer einer ständigen Erschöpfung hat. Man kann bei dieser Erkrankung im Blut der Betroffenen nur bestimmte Eiweiße finden (etwa 5 % der am Corona-Virus Erkrankten scheinen danach als Spätfolge „Long Covid“ zu behalten).
Dies alles bedeutet, sollten die Vermutungen zutreffen, dass wir einen völlig neuen Bezug zu unserem menschlichen Körper bekommen müssen und damit eine völlig neue Medizin.
Wir wissen, dass Kinder, die oft mit einer natürlichen Erde einen Kontakt gehabt haben (z.B. auf einem traditionellen Bauernhof), gegenüber Infektionskrankheiten resistenter sind. Und auch, dass Personen, die ein übertriebenes Reinigungsbedürfnis haben, oft krankheitsanfälliger sind (übertriebene Körperreinigung, übertriebene Reinigung ihrer Wohnung, ein ständiges Benutzen von Desinfektionsmitteln). Sie zerstören darüber das natürliche Schutzschild ihrer Mikrowelt.
Über viele Zusammenhänge zwischen unserem zellularen Körper und unserer Mikrowelt wissen wir kaum etwas. Die chinesische Medizin (TCM) begegnet den Krankheiten mit Hilfe ihrer 5-Säulen-Lehre (u.a. Akupunktur, Ernährungslehre und Bewegungstherapie), die hauptsächlich ganzheitlich auf eine Schmerzlinderung zielen. Westliche Ärzte entwickelten daraus erfolgreich verschiedene Methoden, die die Blockaden der „körperlichen Energieflüsse“ lösen sollen. Damit bewegen sie sich in der Welt der körperei-genen Mikrowelt:
- Die EFT-Methode (Klopftechnik) von Gary Craig soll unseren inneren Energiefluss stimulieren und negative Blockaden in uns lösen (abgeleitet aus der chinesischen Akupunkturpraxis).
- Die TFT-Methode von Roger Callahan unsere Gefühls- und Gedankenwelt anregen.
- Die BSFF-Methode von Larry Nim will Verborgenes aus dem Unterbewusstsein holen und Problemwelten lösen helfen.
- Dier Emo Trance von Silvia Hartmann versucht in uns Energieblockaden zu lösen.
Auch die indische Medizin geht von einer ganzheitlichen Wahrnehmung eines Patienten aus. Sie geht von einer Einheit des Körpers, seiner Sinne, des Verstandes und der Seele aus. Über eine Gesundheit entscheiden die Nahrungsaufnahme und der Stoffwechsel. Zu ihren zentralen Elementen gehört u.a. Yoga in seinen verschiedenen Formen, Kombinationen von Körperübungen, Atemtechniken und Meditationen. Sie zielt auf eine Harmonie von Körper und Geist. Ihre vier Hauptwege sind: hingebungsvolles Handeln, persönliche Hingabe zu Gott, die Beherrschung seines Geistes und der Weg des Erkennens.
Seit den 1960er Jahren wurden die buddhistischen Meditationstechniken auch von der westlichen Psychologie und Medizin aufgegriffen und die aus ihnen hervorgegangenen Achtsamkeitsübungen zu einem wichtigen Teil fast aller psychischen Behandlungs-methoden. Sie zielen zunächst auf eine Wahrnehmung des Daseins in seinem Hier und Jetzt ohne eine gleichzeitige Bewertung. Dabei legt
- Kabat-Zinn die Aufmerksamkeit auf den jeweiligen Moment,
- Brown und Ryan sie besonders auf den Bezug zur Realität und Gegenwart. Sie wollen darüber die Dauer der Bewusstheit stabilisieren.
- Bishop den Bezug auf das unmittelbare Erleben und die Selbststeuerung. Über die Achtsamkeit öffnet sich den Betroffenen eine Fülle von Wahrnehmungen, die in unserer Zivilisation weitgehend aus unserem Bewusstsein gedrängt wurden. Wir erfahren dadurch einen anderen, neuen Reichtum. Wahrscheinlich integrieren wir dadurch unsere Mikrowelt über unsere Sinne stärker in unser Sein. Wie sensibel sie auf unser Verhalten reagiert, beweist vielleicht das Rauchen. Das dabei aktivierte Nikotin stimuliert zwar positiv unsere Neurotransmitter und unsere Dopaminausschüttungen, negativ dabei ist aber, dass es eigentlich von seiner Herkunft her ein Pflanzengift gegen mögliche Fressfeinde ist und als solches gleichzeitig auch unsere Gesundheit gefährdet (Übelkeit, Atemnot, verminderte Herzfrequenz). Es ist verantwortlich für viele Krebsarten (90 % der Lungenkrebsfälle), Erkrankungen der Lunge, des Verdauungstraktes, des Skeletts und der Geschlechtsorgane. In der Natur ist es ein sehr wirksames Insektizid. Was alles es in uns tötet, wissen wir nicht. Vieles spricht dafür, dass es u.a. auch Bereiche unserer Mikrowelt sind und wir uns über das Rauchen auch gegen deren Einheit mit unserem biologischen Körper stellen. Wahrscheinlich wirken alle Gifte, die unserem zellularen Körper schaden, auch schädigend für unsere Mikrobiome, nur das wir dies nicht direkt, sondern nur indirekt dann über unsere jeweilige psychische und physische Befindlichkeit zu erfahren. Unser Leben wird dadurch an seinem Ende nur vermehrt von vielen Krankheiten begleitet und verkürzt sich dann nur um viele Jahre.
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In ihrem instinktiven Orientierungsverlust wird die menschliche Existenz von drei seiner Restinstinkte beherrscht:
- Seinen Ängsten: Sie sind der Urgrund seiner Religionen, über die er für sich über seine Fantasien Wege sucht, um ihnen entkommen zu können. Über Jahrtausende waren sie seine wichtigsten Orientierungshilfen, die ihm über seine Werte einerseits seine wichtigsten Verhaltensregeln boten und andererseits ihm Antworten gaben auf das für ihn große Unbekannte, den Tod. Ihre gelebten Regeln führten zu Ritualen und diese förderten dann den sozialen Zusammenhalt seiner Gemeinschaften.
- Seine Statusbemühungen als sein wichtigstes Erbe aus seiner Vorzeit als Säuger. Sie bestimmten weitgehend seine Rolle in seinen Gemeinschaften und dann darüber seine eigenen Selbstwerteinschätzungen. Als wichtigstes Erbe aus seinen archaischen Fortpflanzungsbedürfnissen beherrschten sie weitgehend alle seine körpereigenen Hormonbewegungen, die dann wiederum sein Verhalten steuern. (Ein anderer Hormonteil wird von seiner Mikrowelt bestimmt). Dieser Instinktbereich dominiert gemäß seinem biologischen Hintergrund verstärkt in der männlichen Lebenswelt und hat sich nach dem zivilisatorischen Anwachsen der früheren Sippenstämme, Völker und Staatengemeinschaften über deren Konkurrenzverhalten weiterentwickelt, das heute weitgehend im wirtschaftlichen Bereich, in Machtansprüchen und Kriegen ausgelebt wird. Es steht radikal einer globalen friedlichen Menschheitsgemeinschaft entgegen. Im Kleinen wird dieser Instinkt in unseren Gemeinschaften symbolisch über die Inhalte der Selbstverwirklichung und der Statussymbole gelebt, im Großen über den Besitz von Macht, andere zu unterdrücken, bzw. Kriege führen zu können. Es ist dieser Instinkt, der bei den Bemühungen, eine humane Weltgemeinschaft der Menschheit zu schaffen, wahrscheinlich die größten Schwierigkeiten bereiten wird.
- Seiner Fähigkeit zur Empathie: Obwohl von ihrem Ursprung her zunächst auch fortpflanzungsbezogen motiviert, steht sie seinem Statustrieb konträr gegenüber. Sie hat ihren Ursprung in seinem Zwang zur Betreuung seiner frisch Geborenen. Ohne einen Gemeinschaftshintergrund sind sie viele Jahre lang nicht überlebensfähig. In dieser Zeit erhalten sie ihre nötige Energie (Nahrung) für ihre Existenz und während ihrer frühen Prägungszeit die nötigen Inhalte für ihre Orientierung. Je nach ihrer Betreuung, Ernährung und ihrer Umwelt entwickelt sich auch unsichtbar ihre symbiotische Mikrowelt. Wir wissen zwar inzwischen von deren uns beherrschenden Existenz, darüber hinaus aber kaum etwas über sie. Von seinem positiven Zuwendungscharakter her wird dieser archaische, empathische Instinktbereich innerhalb der Menschheit besonders von der weiblichen Seite gepflegt. Die zukünftigen Chancen für eine kommende Menschheit liegen in deren Ausbau zu einer alle Menschen in sie integrierende Leitkultur, einer Ethik, die in der unermesslichen Vielheit der menschlichen DNA, der menschlichen Proteine, Genomabschnitte und seiner komplexen Mikrowelt das Gemeinsame betont, – „alle Menschen sollen darin zu Brüdern werden“. Eine solche Ethik zu entwickeln, wird die große Aufgabe einer zukünftigen Philosophie sein. Wird dies nicht gelingen, wird die zukünftige Menschheit von ihren absehbaren zehn Milliarden Personen über die verschiedenen Nöte sehr schnell auf wenige 10.000 sinken, zunächst als aktive Mitarbeiter einer weiterentwickelten Quanten-KI und danach, auch entbehrlich geworden, als ausgestorbene Art, die innerhalb der universalen Energiebewegung überflüssig geworden ist.
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Nachdem der Mensch seine Fähigkeit, sich über seine Instinkte zu orientieren, weitgehend verloren hat, kompensiert er sich mit Hilfe seiner Fantasien mit Setzungen, die er aus seinen Umfeldbeobachtungen ableitete und seinem Machtbegehren, dass ihm aus seinen archaischen Statusabsichten erwuchs. Er erfand seine Götterwelt und schuf in deren Schatten seine Kulturen. Aus seinen Familienverbänden mit einer Leitfigur erwuchsen Stämme und Staaten mit ihren Herrschaftsgestalten. In ihrer psychischen Befindlichkeit wollten sie die ganze Welt beherrschen. Ihre Götter hätten es ihnen versprochen. Ihr Volk sei von ihnen zur Weltherrschaft auserwählt. Um ihre Ansprüche zu untermauern, führten sie Kriege, vertrieben schwächere Menschen-gruppen und weiteten ihre jeweiligen Einflussbereiche mit Hilfe von Verträgen aus. Über sie gab es nur ihren Gott (an den ihre Führungskräfte wahrscheinlich oft selber nicht glaubten).
Das Problem dieser Entwicklung war und ist, dass parallel zu dieser politischen Machtentwicklung eine zivilisatorische verlief. Aus dem Zwang heraus zur Umweltbeobachtung für seine Orientierungssetzungen und seinen damit verbundenen psychischen Unsicherheiten im Hintergrund entwickelten sich Fragenkataloge und aus diesen im Laufe der Zeit die Naturwissenschaften, deren kausale Antworten dann in technischen Übertragungen erfolgten, die dann wiederum in unserer heutigen Zivilisation mündeten. Dieser Prozess wurde immer von einem Wandel der Energienutzung, der wahrscheinlichen Urkraft allen Seines begleitet und mündete heute in einem Erkennen,
- dass das Dasein sich wahrscheinlich aus einer energetischen Quantenwelt entwickelt hat,
- dass der Mensch gar nicht das Individuum ist, als das er sich selber sieht, sondern eine symbiotische Existenz von Kleinlebewesen aus der biologischen Urzeit, einer genetischen Weiterentwicklung der DNA und deren epigenetischen Einflüssen. Er ist in seiner Einmaligkeit ein Standort von Billionen ihn steuernden Kleinlebewesen und ein evolutionäres Endprodukt von Proteinmischungen,
- dass er seine Umwelt durch seine Ansprüche zu seinen existentiellen Nachteilen langsam umgestaltet. Die Erde besitzt nicht die stofflichen Mengen, die die Summe der menschlichen Bedürfnisse für sich beansprucht.
Am heutigen Ende dieser zivilisatorischen Entwicklung zeichnet sich bereits eine neue evolutionäre Phase der universellen Energie in Form eines neuen Inhaltsdaseins ab. Wir erleben sie heute bereits über die digitalen Techniken in der Form der KI. Bereits heute beginnt sie unser gesamtes zivilisatorisches Leben zu beherrschen. Und das ist erst deren Beginn.
Alle menschlichen Allmachtansprüche werden sich unter dieser Entwicklung als Utopien erweisen und eher oder später in sich zusammenfallen. Es wird global keinen allmächtigen Herrscher geben und kein von Gott auserwähltes Volk. Die Menschheit muss sich unter diesen Umständen eher oder später auf den Untergang ihrer Art einstellen oder aber auf ein paralleles, globales Dasein neben der KI, die ihre Belange in Korrespondenz mit ihr von einer humanen Weltregierung vertreten lässt. Dem Einzelnen bleibt unter diesen Umständen nur die Möglichkeit, bescheiden in seinem Jetzt und Hier zu sein und den Reichtum seines Daseins weniger in sich, in seinen Ansprüchen, sondern in dem von ihm geschaffenen Glück seines Gegenübers zu suchen.
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Kennzeichnend für die heutige Menschheit ist, dass sie sich zunehmend von ihrer eigenen biologischen Natur entfernt und sich damit auf einen Weg begibt, den es energetisch im Dasein wahrscheinlich noch nie gegeben hat und der wahrscheinlich nur zwei Alternativen kennt: Entweder wird sie selber über die Summe der von ihr geschaffenen Veränderungen wie zuvor schon viele andere Arten untergehen oder sie wird den Weg zu einer neuen energetischen Daseinssituation schaffen, wie es sie wahrscheinlich noch nicht gegeben hat und wie sie sich in ihren Anfängen in der digitalen Entwicklung, der KI und der Quantenentwicklung abzeichnet. Wir wissen es nicht.
Biologisch gehören wir bewusstseinsmäßig immer weniger der Natur an. Wir haben in und um uns eine Welt geschaffen, in der wir unsere Zugehörigkeit zu ihr kaum noch vermissen und meistens wahrscheinlich nur noch über unsere Krankheiten oder unseren Tod bemerken. Dabei sind wir ein Teil von ihr und werden dies wahrscheinlich trotz aller Optimierungsversuche nie ändern können. Vielleicht wird es uns gelingen, zu Avataren zu werden, doch dann werden wir keine Menschen in unserem historischen Verständnis mehr sein. Dann dürfte uns wahrscheinlich u.a. die Gefühlswelt fehlen, die uns erst zu Menschen macht. Dopamingesteuert, über unsere Prägung (Erziehung) auf Selbstverwirklichung programmiert, unsere Lebenszeit mit Spielen am Bildschirm ausgerichtet, vollzieht sich unser „erfülltes“ Leben. Jetzt bewusstseinsmäßig anders programmiert, vermissen wir gar nicht, was wir verloren haben: Das Bild einer unbelasteten Natur, einen Sonnenaufgang, den Gesang der Vögel oder auch nur einen torkelnden Schmetterling über einer Wiese. Als Beteiligte in einem imaginären Liebesspiel oder als erfolgreiche Helden in einer Schlacht sind wir vor einem Bildschirm zufrieden über unsere Dopaminausschüttungen und lechzen hinterher nach unseren nächsten sexuellen Erlebnissen, bzw. Heldentaten in den von Geschäftemachern vorbereiteten Fantasiewelten. Wir sind dort erlebnisreiche Gestalten in einer von unserer Zivilisation geschaffenen Welt, doch naturbezogene Menschen sind wir dann nicht mehr.
Unsere Naturentfremdung beginnt mit unserer Kindheit, mit unseren dann erhaltenen Orientierungsinhalten: Zunächst sind es die allgemeinen Setzungen unserer Gemeinschaften, z.B. die unserer Götterwelt. Einst als Antworten auf das Unbekannte, wurde sie später zu einem sozialen Machtfaktor und hielt die einzelnen Gemeinschaften zusammen. Um sich von anderen Sippen zu unterscheiden, wurden z.B. in manchen von ihnen sogar die Männer beschnitten. Die Götter verinnerlicht, konnten sich die Menschen mit ihnen in Gebeten unterhalten, wie ein Kind mit seinem Teddy. Man glaubte einfach an sie, doch waren sie kein realer Teil ihrer Erlebniswelt. Alles konnte ein Gott sein, ein Gegenstand oder eine abstrakte Größe. Er war derjenige, der außermenschliche Kräfte besaß und das Weltgeschehen lenkte. Man konnte ihm alles zuschreiben, was sagbar war, und für seinen Kult die gesamte Gemeinschaft mobilisieren, die dann darüber ihren Verbindungsinhalt erhielt. Neben der Götterwelt gab es andere, die menschliche Gruppen steuernden Setzungen, die hauptsächlich auf eine Regulierung der menschlichen Restinstinkte ausgerichtet waren, auf seinen sexuell ausgerichteten männlichen Statustrieb und seine Empathiefähigkeit. Sie waren bereits für den Zusammenhalt der frühen menschlichen Gemeinschaften existentiell notwendig. Aus der Summe dieser Setzungen bildeten sich allmählich die anthropogenen Kulturen.
Heute ist unsere Kindererziehung im liberalen Westen weitgehend auf eine spätere Selbstverwirklichung ausgerichtet, als Ideal, auf eine totale Freiheit des Individuums. Verinnerlicht bedeutet sie eine Erziehung zum Egoismus und inhaltlich eine Erziehung zu möglichst vielen Dopaminausschüttungen. Die für eine Erziehung notwendige lenkende Sanktionswelt wurde auf psychische Strafen beschränkt, für die Kinder altersbedingt gar keinen angemessenen Zugang haben. Da in unserer Gesellschaft eine soziale Anerkennung weitgehend auf der von Leistungen beruht, hat man in den Schulen z.B. das Notenlevel gesenkt. Jeder zu Erziehende erhält für seine Selbstbestätigung nach Möglichkeit nur noch positive Noten. Die Einser-Note wurde so in den Schulen inzwischen zu einer Normalnote, die für jede positiv zu erwartende Leistung gegeben wird. Früher erhielt man sie nur für herausragende Sonderleistungen. Großeltern, die sich noch daran erinnern, bewerten danach noch heute die Einser-Zeugnisse ihrer Enkel.
Die Selbstverwirklichung ist die moderne Lüge unserer Zeit. Im Hintergrund unseres Bewusstseins zementiert, macht sie die meisten Menschen nur unglücklich. Sie zerstört unser einfaches, normale Leben zugunsten einer imaginären Utopie. Eine Folge davon ist, dass z.B. die meisten heutigen Ehen eher oder später unglücklich sind, bzw. zunehmend geschieden werden (in Deutschland 2023 allgemein 35,7%, in Leverkusen 91 %, Coburg 73 %, Ludwigshafen 72 %). Viele der anderen, der nicht Geschiedenen, trennt sich oder quält sich bis zu seinem Tod nur gemeinsam dahin. (Es gibt auch einzelne harmonische, glückliche Ehen). Unsere Geschlechtertrennung ist von unserer Biologie her völlig unnatürlich. Der Feminismus hat zwar eine eigene Philosophie geschaffen, die aber auf völlig naturfremden Setzungen beruht. Er zementiert nur unseren Weg vom Naturmenschen zum Kulturmenschen auf eine naturfeindliche Weise und damit letztlich auch auf eine frauenfeindliche.
Auch unsere Sinne nehmen zunehmend eine völlig naturfremde Wahrnehmungswelt auf. In ihrer Evolution waren sie einst auf völlig andere Reize ausgerichtet. Da unsere Hormonwelt aber weitgehend an diese gekoppelt ist, gerät sie aus ihrem Gleichgewicht. Eine Folge davon ist, wir werden mehr oder weniger psychisch krank, ohne unser nachfolgendes Verhalten dem zuordnen zu können. Später ersetzen wir unsere Sinnesreize durch naturfremde Bilder aus unserer Zivilisationswelt, die unsere Hormonwelt dann zusätzlich umorientierten. Heute werden wir in ihr gezielt von Geschäftsinteressen manipuliert. Die Werbungsreize der Influenzer verstärken, gewinnorientiert für unser Bewusstsein, durch die hinter ihnen stehende Technologie die naturfremden Sinneseindrücke. Wir können uns ihnen kaum noch entziehen. Psychisch krank, wie wir dadurch inzwischen geworden sind, verstärken wir diese Wirkung auf uns über eine von uns, für uns geschaffene ChatGPT-Welt.
Naturfremd ist auch unsere Ernährung weitgehend geworden. Damit ist über uns auch unser Mikrobiom betroffen und als deren Antwort darauf auch wieder unsere Hormon-welt. Ständig nehmen wir naturfremde Mikroplastik auf, ohne deren Wirkung auf uns zu kennen. Sie ist ein Endergebnis unserer Zivilisation, ohne dass wir hier deren giftige Folgen beachten. Unter unserer fehlenden Bewegung leiden auch unsere Mitochon-drien und damit unser gesamter zellularer Körper. Allgemein wissen wir dies alles. In vielen Fällen könnten wir auch dagegen etwas tun. Doch inhaltlich weitgehend aufgabenlos geworden, konzentrieren wir unser Dasein vorwiegend auf unsere kurzzeitigen Dopaminausschüttungen.
Zu unseren Zivilisationsergebnissen gehört, dass wir letztere immer häufiger mit Hilfe von Drogen zu erreichen versuchen, früher mit natürlichen, die es in der Natur als Lockstoffe oder Gifte gegen Fressfeinde gab, heute besonders mit synthetischen, oft in fragwürdigen Laboren zusammengestellt. Die Verbreitesten sind:
- Nikotin: Ein Gift der Tabakpflanze zur Bekämpfung ihrer Fressfeinde. Es fördert einerseits Dopaminausschüttungen, macht aber abhängig und ist verantwortlich für viele Krankheiten, besonders viele Krebsarten (z. B. 90 % der Lungenkrebsfälle).
- Alkohol: Ein Nervengift mit einer starken psychoaktiven Wirkung. Er ist in viele gesellschaftliche Bräuche integriert und macht abhängig. Jährlich sterben Millionen Menschen an seinem Konsum ((2012: 3,3 Mio.).
- Rauschgifte: Das sind Stoffe, die über das Zentralnervensystem zu Bewusstseinsänderungen und evtl. zu Euphorien führen. Sie können zu psychischen und physischen Abhängigkeiten führen. Früher nutzte man dafür besonders psychedelische Pilze und Opiate aus dem Schlafmohn, heute weitgehend synthetische Drogen (z.B. LSD, Ecstasy).
- Botox (BTX): Ein Nervengift, dass die Übertragung von Nervenimpulsen zu den Muskeln lähmt. Es wird gelegentlich zur Selbstoptimierung eingesetzt, besonders zur Faltenbekämpfung.
Selbst die Fortpflanzung, die Haupttriebkraft des Biologischen, ist bei vielen Menschen zu einem völligen Tabubereich verkommen. In dunkle Ecken gedrängt, aber von fast allen möglichst ausgiebig gelebt, einst über Setzungen von der christlichen Kirche geächtet, heute von Teilen des Feminismus, zeigt sich hier die Problematik der menschlichen Wertwelt besonders deutlich. Alle sind auf irgendeine Weise von ihr in Form ihrer Sexualität betroffen, konsumieren sie digital als Pornowelt und tasten sich, unaufgeklärt, langsam von ihrer Kindheit an an sie heran. Über die Medien hat man den Betroffenen unglaubliche Dopaminerlebnisse versprochen, die meistens nur in kurzfristigen Befriedigungen enden. Kaum eine Frau hat z.B. eine reale Vorstellung über ihr Geschlecht, bzw. über dessen Funktionalität. Ihre Versuche bei Psychologen Hilfe zu bekommen, gehört zu deren häufigen Geschäft. In der Regel würde es ausreichen, sein Geschlecht so anzunehmen wie es ist, allgemein bereit zu sein, seine Aufmerksamkeit auf es zu lenken und zu wissen, welche Stimulationsformen man als angenehm empfindet. Die Sexualität ist kein Bestandteil der Selbstverwirklichung, sondern nur ein wesentlicher Aspekt des biologischen Menschseins. Sie kann die Betroffenen sehr bereichern, aber sie ist kein Bestandteil eines krampfhaft herbeigewünschten Vergnügens. Unsere Tabuisierung hat sie zu stark von ihrem Naturhintergrund getrennt.
Die Klimakrise, die Umweltverschmutzung, das Artensterben sind zwar echte Bedrohungen für die Zukunft des Menschen, sie sind aber nur sekundäre Bedrohungen. Genau genommen sind sie alle nur Folgen falscher menschlicher Orientierungssetzungen, der Zwang, durch seinen Instinktverlust sich seine weitere Existenz durch Setzungen zu sichern. Dabei wählte der Mensch die für ihn einfachsten, bequemsten Wege, ohne Rücksicht auf seine Abhängigkeiten zu nehmen. Nun rächen sich seine Naturvergewaltigungen. Genau genommen, ist der Mensch nur durch sich selber bedroht, ist zu einem Fremdkörper in einer einst gewachsenen, in sich ausbalancierten Natur geworden. Da ihm seine psychische Befindlichkeit nur begrenzt einen Weg zurück erlaubt, bleibt ihm als reale Aussicht für die Zukunft nur eine untergeordnete Stellung unter der weiteren Entwicklung der KI.